Dienstag, 11. Dezember 2012

Sicherere Winterfahrt




Zur sicheren Fahrt in der kalten Jahreszeit gehören Winterreifen. Außerdem müssen die Scheiben ringsum frei sein, damit gute Rundumsicht gewährleistet ist. (Foto/Montage: presseweller)


Freie Scheiben, M+S-Reifen, ausreichend Abstand


Dezember 2012. Siegen (Dialog). Die Landschaft sieht zwar schön in ihrem weißen Kleid aus. Für Autofahrer haben Schnee und Kälte jedoch ihre Tücken. Das geht so weit, dass mal ein schnell Dreher passieren oder man einem anderen rutschenden Auto nicht ausweichen kann. Absolute Sicherheit gibt es nicht, aber man kann zumindest für eine sicherere Winterfahrt sorgen.

Neben den Winterreifen, die bei unwirtlichen Straßenverhältnissen mit Kälte, Eis- und Schneeglätte obligatorisch sind und Experten nach noch mindestens vier Millimeter haben sollten, gehört zuerst freie Sicht dazu, und zwar ringsum!Ein Guckloch auf der Windschutzschaube freizukratzen, genügt keinesfalls. So zu fahren ist außerdem höchst gefährlich. Bei Schnee wird oft vergessen, auch Dach, Motorhaube und Kofferraumdeckel abzuräumen. Von der Motorhaube fliegt nach kurzer Zeit der Schnee in Teilen immer wieder auf die Windschutzscheibe, vom Dach rutscht er spätestens beim Bremsen nach vorn, so dass in beiden Fällen für einegewisse Zeit „Blindflug“ angesagt ist. Gefährlich. Der Schnee von Dach und Kofferraum wird auf das nachfolgende Fahrzeug geweht und beeinträchtigt somit diesen Fahrer. Übrigens: Wenn die Scheiben vereist sind, macht man es sich mit einem Enteiser einfacher. Optimal ist natürlich eine Standheizung. Zu den Reifen: Winterreifen – mit M+S-Kennzeichnung bzw. Schneeflockensymbol – bieten guten Grip, sind aber unterschiedlich. Automobilclubs und andere testen jedes Jahr die Reifen. Die Testberichte sind eine Orientierungshilfe beim Kauf. Möglich sind auch Ganzjahresreifen.

„Sanft“ fahren

Nach den grundsätzlichen Vorbereitungen kann es auf Fahrt gehen. Regel 1 ist, immer ausreichenden Sicherheitsabstand zu halten. Der Bremsweg ist auf glatter Straße länger. Gerade auch vor Ampeln und anderen Haltepunkten bildet sich außerdem oft eine vereiste Schicht, so dass man unversehens ins Rutschen kommt.
Insgesamt ist „sanftes“ Fahren angesagt, und zwar beim Anfahren, Beschleunigen, beim Lenken, in Kurven, beim Einkuppeln und auch beim Bremsen, sofern es keine Notsituation gibt. Ansonsten besteht immer Gefahr, dass das Auto ausbricht oder gar ins Drehen und Schleudern kommt. Sofern elektronische Helfer wie ein Stabilitätsprogramm an Bord sind, gibt es gewisse Unterstützung. Aber alle Systeme, einschließlich ABS, haben ihre physikalischen Grenzen.
Es ist im Winter immer ratsam, unter anderem eine Decke und Handschuhe an Bord zu haben. Der Tank sollte gut gefüllt sein, da bekanntermaßen stundenlange Staus immer wieder einmal vorkommen. Bei weiteren Strecken ist es auch sinnvoll, eine Thermoskanne mit beispielsweise Tee und Obst oder anderes zum Essen  dabei zu haben.

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