Samstag, 17. Februar 2018

Autositze: Einstellung per Rad oder Hebel






Autos, hier ein Renault Clio, sind heute schick gestylt. Auch Details wie Sitze sind wichtig.  (Fotos/ Bilder: presseweller, (c) Diaprw)

Wie praktisch ist was?/ Elektrisch ist vieles möglich


Siegen. 17. Februar 2018 (Diaprw). In den 60er-Jahren waren in unseren eigenen Autos die Sitze eher weich und boten wenig Seitenhalt. Hinzu kam, dass aufgrund der Fahrwerkstechnik je nach Fahrzeug die Seitenneigung in Kurven nicht gerade gering war. Bei den Zweitürern gab es auch keine Sitzlehnenverstellung. Zum Teil war nach amerikanischen „Vorbild“ vorne eine Sitzbank. Auch heute tun sich manche Fahrer, wie es hier ebenfalls ist, bei einem Autowechsel hin und wieder schwer, die ideale Sitzposition zu finden. Sie soll bequem sein, gute Sicht auf Straße und Anzeigeinstrumente bieten und ideal für die Pedalbedienung sein. Wichtig sind, soweit vorhanden, die Sitzhöheneinstellung, die Längsverstellung und die Lehneneinstellung. Schließlich soll sich auch eine gute Position zu den Kopfstützen ergeben.

Relativ einfach und exakt lassen sich nach unserer Erfahrung die Sitze per Knopfdruck mit elektrischen Sitzverstellsystemen einstellen. Oft ist es auch möglich, anschließend die individuell passende Einstellung, teils für mehrere Positionen, zu speichern. Das ist praktisch, wenn zum Beispiel Frau und Mann das Auto fahren oder mehrere Personen das Auto nutzen. Die Tastenreihe ist meist seitlich am Sitz, der Tür zu, angebracht. Je nach Ausstattungsstufe kann diese Version inklusive sein, ansonsten muss man in die Liste der Extras gucken, ob die elektrische Sitzeinstellung zusätzlich gegen Aufpreis bestellt werden kann. Die meisten Autos werden als Basis aber nach wie vor die Handbedienung haben.


Feine Sitze mit elektrischer Bedienung, hier in einem Skoda Octavia. 


Vom Hebel bis zum Einstellrad
Bei der manuellen Version erfolgt die Sitz-Längsverstellung meist über einen Hebel oder einen Griff. Der ist in der Regel etwas unterhalb der Sitzfläche zu finden. Der Sitz sollte unbedingt eingerastet sein, damit sich die Verstellung nicht plötzlich während der Fahrt verändert! Die Sitzhöhenverstellung, soweit vorhanden, ist meist im Bereich der Sitzfläche zur Türseite hin zu finden. Häufig ist es eine Art Hebel, der entsprechend, auch in mehreren Stufen, nach oben gezogen oder nach unten gedrückt werden muss. Wir hatten auch schon Testfahrzeuge, an denen statt des Hebels ein Handrad war.
Während wir dieses Handrad wegen der Bedienbarkeit bei der Höhenverstellung nicht so praktisch finden, ist es bei der Lehnenverstellung für uns erste Wahl gegenüber der Hebelversion. So lässt sich die Lehne weitgehend „punktgenau“ einstellen. Beim Hebel klappt die Lehne je nach Zug leicht mal ein paar Stufen weiter nach hinten oder vorn. Also noch einmal. Unabhängig davon ist es wichtig, die Kopfstütze gut einzustellen. Das fällt aber nicht immer leicht. Je nach Fahrzeug gibt es feststehende Stützen, häufig solche, die nur nach oben und unten verstellt werden können und manche, die sich zusätzlich auch noch neigen lassen. Damit bestehen bessere Einstellmöglichkeiten.



Mit dem Einstellrad lässt sich die Lehne sehr gut verstellen.


In Sachen Sitzverstellung und Sitzen gibt es natürlich noch mehr. Bei manchen Modellen kann man die vordere Beinauflage als separates Teil verlängern oder verkürzen, teils auch elektrisch; es gibt Lehnen, die etwa in der Mitte des Anlehnbereichs als Rückenunterstützung kräftiger oder sanfter eingestellt werden können. Sofern nicht elektrisch, geht das einfach durch Hebel oder Drehrad an der Lehnenseite. Schließlich bieten manche elektrische Ausrüstungen auch noch die Massagefunktion. Ja, man merkt's, wie es kreist oder sachte pocht. Vieles ist möglich. Die Sitze selbst sind je nach Fahrzeug härter oder weicher, die Seitenwülste für Seitenhalt mehr, weniger oder kaum ausgeprägt. Am wichtigsten aber ist, dass man auch bei längeren Fahrten gut und bequem sitzt, den Überblick übers Straßengeschehen und die Instrumente sowie alle Bedienelemente gut im Griff hat.

Hinweise: Der Bericht beruht auf eigenen Erfahrungen, daher sind die Eindrücke zum jeweiligen System individuell. Autor Jürgen Weller fährt und testet seit über 35 Jahren Autos jeder Art, vom Kleinstwagen bis zur großen Limousine und vom SUV bis zum Sportwagen.
Der Bericht darf mit Kürzel in Online-Medien verwendet werden und in Printmedien gegen PDF-Beleg abgedruckt werden. Impressum siehe Blogseite bzw. www.presseweller.de


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