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Freitag, 3. März 2017

Sommerreifen? Noch Zeit lassen!


Winterurlauber sowieso/ Teils bis in den April Schnee



Zum Wechsel auf Sommerpneus ist die Zeit noch nicht reif. Es kann noch Schnee geben. (Foto: presseweller)


3. März 2017. Siegen (DiaPrW). Die Winterreifen haben ihren Dienst noch nicht getan. In manchen Regionen und vor allem in Hochlagen hatten wir es bis vor Kurzem noch mit Schnee zu tun. Da es auch nach dem offiziellen Frühlingsbeginn am 20. März durchaus noch Schnee und Frost geben kann, ist es wenig ratsam, die griffigen Winterpneus jetzt schon gegen Sommerreifen zu tauschen. Das gilt vor allem auch für diejenigen, die noch zum Skiurlaub fahren wollen. Anders als in vielen anderen Ländern ist in Deutschland nicht das Datum relevant, es kommt vielmehr auf die Wetterbedingungen an. Das Auto muss bei Schnee, Straßenglätte entsprechend ausgerüstet sein!

Die alte Regel von „O bis O“, von Oktober bis Ostern Winterbereifung, ist kein alter Hut. Nicht selten gab es zu Ostern bereits heftige Schneefälle. Ist man dann mit Sommerreifen unterwegs, sieht man „alt“ aus. Theoretisch dürfte man gar nicht fahren, wer dennoch schon mit Sommerpneus unterwegs ist, hat es mit Glätte zu tun, was nicht nur generell problematisch ist, sondern sich vor allem an Steigungen und, meist noch schlimmer, auf Gefällstrecken zeigt - einmal unabhängig von allen rechtlichen Aspekten. Wer ins Ausland fährt, sollte die jeweiligen Regeln zur Winterreifenpflicht beachten. Für manche Strecken kann es sogar Schneekettenpflicht geben.

Wer neue Sommerreifen braucht, sollte sich zumindest jetzt schon einmal informieren, welches Modell zu seinem Auto passt. Eine Entscheidungshilfe können Reifentest-Berichte sein, in denen verschiedene Modelle und Größen unter die Lupe genommen werden. Ansonsten macht man sich bei seinem Autohaus oder im Reifenhandel schlau. Je nach Anbieter können die Preise unterschiedlich sein. Da die Profilstärke von Vorder- und Hinterradreifen oft verschieden ist, kann es genügen, erst einmal die Reifen einer Achse zu erneuern. Es ist immer gut, den selben Reifentyp wie auf der anderen Achse zu wählen! 

Die Mindestprofilstärke in Deutschland beträgt 1,6 Millimeter. Wir wechseln deutlich früher. Schließlich sind Reifen ein wichtiges Sicherheitselement im Fahrbetrieb. Viele Fachleute empfehlen für Sommerreifen mindestens drei Millimeter, für Winterreifen vier Millimeter.

Kurz: Jeder Autofahrer geht auf Nummer Sicher, erst dann zu wechseln, wenn kein Schnee mehr in Sicht ist. (jw)

Hinweise: Jeder muss je nach Region und eventueller Wintersportreisen selbst einschätzen, wann ein Wechsel von Winter- auf Sommerbereifung sinnvoll ist, wobei man die rechtlichen Regelungen nicht außer Acht lassen sollte. Im kurzen Bericht gibt es nur allgemeine Hinweise.

Der Autor und Journalist Jürgen Weller, früher auch schon selbst an seinen Autos geschraubt, schreibt seit über 35 Jahren zu Auto- und Verkehrsthemen, einschließlich Autotests. Seine Tipps, Hinweise, Berichte und Ratschläge zu Auto und Verkehr sind in Tages- und Wochenzeitungen sowie in speziellen Magazinen veröffentlicht. Bei über einer Million Kilometer Fahrpraxis war er schon in den verschiedensten Witterungssituationen und bei unterschiedlichsten Straßensituationen unterwegs und hat Hunderte verschiedener Automodelle bewegt. Sicherheit im Straßenverkehr ist ihm seit Jahren ein Anliegen.

Autotests, Auto- und Verkehrsthemen sowie Reisethemen sind immer ohne Anmeldung auf den Internetseiten http://www.presseweller.de abrufbar. 


  

Samstag, 3. November 2012

Auto-Praxistest: Renault Kangoo




Sofern das Video nicht anläuft, bitte hier klicken: https://www.youtube.com/watch?v=nN0fUTc3SU8 oder Kennung markieren und in Browseradresse ziehen






Gibt sich im Innenraum ganz großzügig: der Renault Kangoo. (presseweller)

                     

Ein praktisches Familienauto / Version TomTom Edition dCi 90

3. November 2012. (Dialog). Er heißt Kangoo, hat viele Fenster, eine riesige Heckklappe mit dickem Laderaum dahinter und bietet auf allen Positionen reichlich Platz: Der Renault ist ein Hochdachkombi, in dem die Familie jede Menge Raum findet, aber auch der Handwerker oder Geschäftsmann, der am Wochenende das Auto vielleicht auch noch  für Ausflüge nutzen will. Wir nahmen die Ausführung dCi 90 „TomTom Edition“ unter die Lupe.

Ein bisschen Aufstieg zu den Plätzen, dann aber die große Übersicht und ein Innenraum, den wir nur als groß beschreiben können und den Insassen auf allen Plätzen ausreichend Bewegungsfreiheit gibt. Mit einer Länge und Breite von über 4,21 mal knapp 1,83 Meter – über alles mehr als 2,13 Meter - wurde der Innenraum gut optimiert, wobei die Höhe von über 1,80 Meter dem Großraumgefühl zusätzlichen Ausdruck verleiht. Nützlich kann im schwierigen Gelände auch die Bodenfreiheit von über 21 Zentimetern sein. Man sitzt ordentlich, sportlich geschalte Sitze vorne wurden erst gar nicht erwartet. Sie würden auch zum Gesamtensemble nicht passen. Ablagenmäßig hätten wir uns Becherhalter eher mittig zwischen den Vordersitzen erwartet. Aber nach kurzer Eingewöhnung passte auch die Türlösung. Gepäck oder Arbeitsutensilien sind keine Frage. Das hohe Ladeabteil fast nach Norm  zwischen 438 und 2080 Liter! Und auch die Zuladung mit 560 Kilogramm kann sich sehen lassen. Verschiedene Ablagen, im Testwagen auch noch oberhalb des Cockpits, sind nützlich.
Zur Ausstattung des Basismodells „Authentique“ gehört unter anderem neben den Front- und vorderen Seitenairbags und ABS auch das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP). Das ist gut so. Elektrisch verstellbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und elektrische Fensterheber sind ebenfalls dabei. Praktisch, Schiebetür rechts. Radiovorrüstung ist ebenfalls Bestandteil.  Bei der Ausführung „TomTom-Edition“ gab es neben dem Navi, wie es der Name verrät,  auch Tempopilot, Klimaanlage,  Bordcomputer, CD-Radio, Dachreling und, sehr praktisch,  neben der rechten auch eine Schiebetüre auf der linken Seite.  So wird der Fahrgastraum sehr gut erreicht, und außerdem lernt man Schiebetüren angesichts immer noch vieler enger Parkplätze schnell zu schätzen. Der Renault ist zwar kein Flüsterer, aber die Akustik geht noch in Ordnung. Durch die erhöhte Sitzposition gibt’s eine gute Übersicht.

Liegt ruhig auf der Straße

Der 1,5-Liter-Dieselmotor leistet 90 PS (66 kW) und entwickelt ein Drehmoment von 200 Newtonmetern bei 1750 Touren. So kann man aus unteren Drehzahlbereichen auch im Stadtverkehr noch im fünften Gang mitrollen. Den angegebenen Beschleunigungswert von 16,0 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h erreichten wir ebenso locker wie die Spitze von 160 km/h, im Testschnitt nach Stoppuhr 165 km/h. In Ordnung ging mit im Schnitt 7,1 Sekunden auch der Beschleunigungswert von 60 auf 100 km/h im dritten Gang. Verbrauchsmäßig gönnte sich der Testwagen 6,8 Liter pro 100 Kilometer, durchaus vertretbar angesichts des Mixes aus Höchsttempofahrten, Beschleunigungstests, Kurzstreckenverkehr und Landstraßen, wenn auch der Norm-Kombiwert mit 5,2 Litern angegeben ist.
Trotz des hohen Aufbaus lag der Kangoo auch bei flotten Autobahnfahrten ruhig und sicher auf der Straße. Kurven ließen sich in einer gewissen Flottheit ansteuern, wobei teils ein leichtes Untersteuern auftrat, was aber das Stabilitätsprogramm korrigierte. Ganz klar ist, dass dieser Renault auch nicht zum Rennen gedacht ist, sondern mit seinen praktischen Seiten punktet.
Fazit: Der Kangoo bietet viel Platz und war in der gefahrenen TomTom-Edition ordentlich ausgestattet. Der Renault kann sich für Familien ebenso anbieten wie für Handwerker, Außendienstler und Geschäftsleute, die das Fahrzeug direkt auch als Personenwagen nutzen wollen. (jw)   


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