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Dienstag, 17. Oktober 2017

Geräumig, leise, kräftig: Skoda Octavia Combi


Sauber gestylt, klare Linienführung: Skoda Octavia Combi zum Testbeginn.
(Fotos und Montagen: (c) 2017 presseweller)

Im Praxistest stand die Version Style 2,0 TDI/ Fahrfreude inklusive


Siegen. 17. Oktober 2017 (DiaPrw). So stellt man sich angenehmes Fahren vor: viel Platz, laufruhig, geschmackvolles, schickes Interieur, haptisch passende Materialien und kräftiger Motor. Mit dem aktuellen Modell des Skoda Octavia Combi hatten wir das Passende im Test. Im September 2017 fuhren wir die Kombilimousine in der Ausstattungsversion Style mit dem gut abgestimmten Zwei-Liter-Turbodieselmotor und Sechsgang-Schaltgetriebe. Zwar neigen wir ungern zu Übertreibungen, aber das fühlte sich alles wie „erste Sahne“ an.

Der Octavia ist in der Palette der Skoda-Fahrzeuge beliebt, ein Bestseller. Die Preise der Modelle sind im Vergleich überschaubar, und die weltweiten Absatzzahlen sprechen dafür. „Bitte wieder solch einen Skoda“, bat ein Bekannter, der seit Jahren einen Dienstwagen der Marke fährt, der nun erneuert werden sollte. „Ich bin rundum zufrieden damit.“ Sein Wunsch wurde vom Chef erfüllt.
In der neuen Version hat der Octavia nochmals an Schliff gewonnen. Er wirkt von der Front- und Leuchtengestaltung über klare Seitenansichten bis zur Heckpartie schnörkellos ästhetisch. 




Schnittig mit Frontgrillgestaltung und Doppelleuchtenanordnung. 

Außen in dezentem Grau, überraschte er im Innenraum mit einer feinen hellbeigen Stoff-/ Leder-Ausstattung, die Wohnzimmergefühl vermittelte. Im zigfach elektrisch verstellbaren Fahrersitz des Testwagens war die richtige Sitzposition schnell gefunden - das übersichtliche Cockpit mit den Bedienelementen im Blick und das griffige höhen- und längsverstellbare Multifunktionslenkrad fest in der Hand. Die "schlüssellose" Bedienung mit Start-Stopp-System klappte prima. Im rund 4,67 Meter langen und über 1,81 Meter breiten Skoda konnten sich auch Mitfahrer über viel Platz freuen. Das passte. Das gilt ebenfalls fürs Ladeabteil, das dank variablen Laderaumbodens locker eben beladbar war. Man kann sich denken, dass bei dem Norm-Fassungsvermögen von 610 Litern so einiges an Gepäck oder Einkauf mitkann. Wem es mal nicht reicht, legt man die geteilten Rücksitzlehnen um. Dann gibt’s Platz satt!



Griffiges Lenkrad, alles im Blick.


Feine Innenraumgestaltung und viel Platz!


Für Sicherheit und Komfort
Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mit elektronischem Querdifferential, ASB und Antriebschlupfregelung sowie Bremsassistent, Isofix-Einrichtungen für die Kindersitzbefestigung im Fond seitlich und sieben Airbags sind bereits im Basismodell „Active“ vorhanden sowie elektrische Fensterheber vorn, Musiksystem und vieles mehr. Der Octavia Combi steht in dieser Version mit ab 18.150 Euro in der Preisliste. Der Testwagen auf Basis der Version „Style“ verfügte zum Beispiel noch über Zwei-Zonen-Klimaanlage, Climatronic, kühlbares Handschuhfach, elektrisch öffnende und schließende Heckklappe, beheizbare Vordersitze, Geschwindigkeitsregelanlage, Frontradarassistent mit City-Notbremsfunktion, Parkdistanz-Sensoren vorne, hinten und seitlich, Rückfahrkamera sowie Navi und Connect-System mit Bluetooth und vielem anderen. Verschiedene elektronische Helfer, nützliche Assistenzsysteme, unterstützen den Fahrer, zum Beispiel der Spurwechselassistent mit optischer Anzeige und auch mit Warnton, wenn's mal knapper werden sollte. Zum komfortablen Fahren trugen ebenfalls die hohe Lauftruhe sowie die Fahrwerksabstimmung bei. Dank der adaptiven Fahrwerksregelung hatten wir die Wahl unter vier Modi: Eco, Sport, Komfort und Normal. Wir haben alle ausprobiert, sind meist aber gut mit „Normal“ zurechtgekommen.
Es sind auch weitere Details, die Freude machen: Brillenfach vorne, Regenschirmfach unter dem Beifahrersitz, Regenschirm inklusive, das seitliche Kofferraumlicht als herausnehmbare Taschenlampe und mehr.



Ebenes Ladeabteil dank variablem Boden und reichlich Raum für Gepäck, Einkauf oder Geschäftliches.


Saubere Straßenlage und kraftvoll
Der Octavia zeigte sich bei schnellen Autobahnfahrten und auf kurvenreichen Straßen mit einer souveränen Straßen- und Kurvenlage. Wir nahmen ihn unter anderem über zig teils enge Alpenpässe zur Brust. Der Fronttriebler, vorne McPerson-Federbein-Achse, hinten Verbundlenker-Achse, erwies sich als gut abgestimmt. Da mussten auf trockener Fahrbahn noch nicht einmal die Helferlein ran. Bei einem Test mit vier Personen befanden die Mitfahrer, dass er „spielend durch Kurven ging“. Er liegt stabil und hat nur geringe Seitenneigung. Nicht nur das. Nach Kehren kam er aufgrund seines hohen Drehmoments von 340 Newtonmetern (Nm) auch gleich wieder in Schwung. Bereits so ab 1500 Touren war Vorwärtsdrang spürbar, zwischen 1750 und 3000 ist das Drehmoment dann voll dabei. Da es zum Teil Standard-Teststrecken waren, wissen wir, wie gut sich das anfühlt.
Der Zweiliter-Turbodiesel-Motor leistet 150 PS (110 kW). Das sorgt im Zusammenspiel mit dem Sechsganggetriebe für ausgiebige Lauffreude, neudeutsch Fahr-Fun. Im Stadtverkehr geht es noch so gerade im fünften Gang. Lockerer dafür ist der vierte. Beim 0-auf-100-Sprint kamen wir im Testschnitt nicht unter knapp 10.5 Sekunden, was einerseits noch recht flott ist, aber doch über der Werksangabe liegt. Rasanter waren da schon die Zwischenbeschleunigungen in den Überholdistanzen: 4,7 Sekunden von 60 auf 100 km/h im dritten Gang und 9,2 Sekunden von 80 auf 120 km/h im fünften. Die Höchstgeschwindigkeit über einen längeren Zeitraum auszutesten, ist angesichts der Autobahnbaustellen und -staus nicht mehr so leicht möglich. Zumindest konnten wir uns bis 215 km/h an das Spitzentempo herantasten.


Praktisch die vielfach möglichen Einstellungen des Fahrersitzes. 


Sparsamer Diesel
Mit dem Octavia konnten wir uns einmal mehr von den Qualitäten moderner Dieselmotoren überzeugen. Sie punkten mit guter Leistung, einschließlich des früh einsetzenden höchsten Drehmoments und insgesamt relativ niedrigen Drehzahlen sowie verbrauchsbezogen mit geringem CO2-Ausstoß. Den 150-PS-Kombi-Skoda fuhren wir über lange Strecken mit ab 4,7 Litern pro 100 Kilometern. Im Testschnitt mit einzelnen Hoch-Tempo-Fahrten und Beschleunigungstests zeigte sich im Endeffekt ein Schnitt von gut 5,2 Litern. Das ist gerade auch hinsichtlich des Leistungspotenzials ordentlich! Was heißt das für Verbraucher? Zum Dieselpreis, einmal hochgegriffen 1,17 Euro pro Liter – teil deutlich niedriger –, zahlt man für 1000 Kilometer an der Tanke 60,84 Euro. Und das bei Zwei-Personenbesetzung, eventuell wenig mehr bei drei oder vier Personen. Individuell und bequem von Haus zu Haus. So lässt sich recht preiswert reisen. Weiterer Pluspunkt: Unabhängig vom Rasten muss man dann auch nicht oft nachtanken. Gut!

Fazit: Ja, wir fahren seit Jahrzehnten viele verschiedene Autos. Explizit konnten wir für diesen Skoda Octavia Combi 2,0 TDI, Version Style, nichts negativ bewerten. Er war ein rundum guter Begleiter. Kräftig, geräumig, bequem, laufruhig und sparsam. Es stehen verschiedene Motorisierungen und Versionen zur Auswahl. Bei Interesse sollte man sich beim Skoda-Händler informieren und gegebenenfalls eine Probefahrt machen. (jw)


Einige Technische Daten*
Motor: 1968 ccm; 150 PS (110 kW), 4000 U; Drehm.: 340 Nm bei 1750 – 3000 U
Beschleunigung/ Spitze: 8,5 Sek. 0 auf 100 km/h, 216 km/h
L x B x H in m: rund 4,67 x 1,814 x 1,461
Laderaum in l: 610 - 1740
Verbrauch l/ 100 km komb/ CO2 komb.: 4,4/ 4,3; 114/ 112 g/km; Euro 6
*Lt. Fahrzeugpapieren/ Skoda-Unterlagen

Hinweis: Alle Daten beziehen sich auf den Zeitraum des Tests. Technische Daten, Ausstattungszusammenstellungen usw. sind neben eigenen Anschauungen den Unterlagen oder Angaben des Herstellers/ Importeurs entnommen. Zwischenzeitliche Änderungen sind hinsichtlich der Daten, des Stylings, der Ausstattung und evtl. angegebener Preise möglich. Die Testfahrzeuge werden uns von deutschen Herstellern sowie Herstellern oder Importeuren auf dem deutschen Markt zur Verfügung gestellt. Darauf beziehen sich alle Angaben, incl. Preisen, soweit angegeben. In anderen Ländern kann es andere Bezeichnungen, Ausstattungen, Spezifikationen und Preise geben. Unsere selbst ermittelten Daten (Fahrwerte, Verbrauchshinweise), soweit angegeben, dienen lediglich der Wiedergabe der Praxiserfahrung aus dem Testbetrieb und sind Mittelwerte aus gestoppten Zeiten bzw. aus Tankvorgängen, diese zum Teil auch unter Einbeziehung der Bordcomputer-Daten. Unsere allgemeinen Angaben (Komfort, Kurvenverhalten usw.) entsprechen ausschließlich unseren persönlichen Eindrücken und eigenem Empfinden, teils auch mit eingeflossenen Hinweisen von Testbegleitern. Irrtum bleibt in allen Fällen vorbehalten. Bei Interesse sollte man sich bei Skoda-Händlern informieren oder auf der Skoda-Internetseite, www.skoda-auto.de


Freitag, 27. März 2015

Proper-locker: Nissan Qashqai im Praxistest


Wirkt kraftvoll und schick: Nissan Qashqai. (Fotos: presseweller)

SUV mit ansprechendem Design und viel Platz


März 2015. (Dialog/ jw). Bereits seit vielen Jahren hat Nissans Qashqai seinen festen Platz auf dem Markt. Das SUV gehört bei Nissan zu den Top-Erfolgsmodellen. Für die aktuelleVersion hat der Hersteller nochmals eine Schippe draufgelegt. Im März stand bei uns die Version „Acenta“ mit 1,6 dCi-Motor sowie All Mode 4 x 4-i-Antrieb auf der Matte, ein Turbodiesel mit bei Bedarf automatisch agierendem Allradantrieb. Mit seiner dynamisch-kraftvollen Formensprache machte der Kandidat schon von außen einen guten Eindruck. Was die neueste Version in Sachen Fahrspaß drauf hat, testeten wir auf langen Autobahnpassagen sowie auf kurven- und kehrenreichen Mittelgebirgsstrecken.

Das Design wirkt kraftvoll und modern-schick. Das trifft auch auf die  wohnlich wirkende Innenraumgestaltung zu. Angenehm. Der knapp 4,38 Meter lange und über 1,80 breite Qashqai geizt nicht mit Platz. Auch die Bein- und Kopffreiheit im Fond geht in Ordnung. Die guten Raumverhältnisse setzen sich beim Kofferraum mit „doppelten Böden“ fort. Das Gepäckabteil hat zwar eine hohe Ladekante, aber ab da geht es eben in den großen Laderaum, der locker Koffer, Taschen und Co. oder Einkauf und Getränkekisten schluckt. Im Zwischenboden und seitlich bietet er noch zusätzliche Verstaumöglichkeiten. Wir fanden das gut und praktisch! Je nach Rücksitzstellung bietet der Gepäckraum laut technischen Daten ein Volumen zwischen 430 und 1585 Litern.
Der Fahrer hat alles im Blick und bedient Tempomat, die Radio- CD-Anlage und den Bordcomputer direkt über Lenkradschalter. Motor- und Abrollgeräusche sind zurückhaltend. Man bekommt im Fahrbetrieb kaum mit, dass unter der Motorhaube ein Diesel werkelt. Da wir auch nach längeren Testrouten frisch aussteigen konnten, geben wir dem Nissan das Prädikat „bequem“ mit auf den Weg. Kurz, das propere Auto lässt sich locker nutzen und auch fahren!



Apart aufgemacht und alles leicht zu bedienen. 



Ausstattung passt
Bereits in der Basisversion „Visia“ ist vieles an Bord, von der Klimaanlage über das Stopp-Start-System bis zum Tempomat und natürlich die Sicherheitsausstattung wie beispielsweise sechs Airbags, ESP, ABS, Bremsassistent. Positiv auch die verschiedenen Ablagemöglichkeiten, Becherhalter sowie die große Mittelkonsole und das großzügige Handschuhfach. Der Testwagen „Acenta“ hatte unter anderem noch elektrisch bedienbare, beheizbare und anklappbare Außenspiegel, 17-Zoll-Leichtmetallräder. Außerdem waren neben vielem anderem an Bord: Einparkhilfe vorn und hinten sowie als Extra das Nissan Connect-Navi mit USB-Schnittstelle, Smartphone-Integration und mehr und vor allem mit einer gut abbildenden Rückfahrkamera.


Liegt stabil auf der Straße
Für uns erwies sich der fahrwerksmäßig eher fest abgestimmte Qashqai als angenehm. Er lag auch bei hohem Autobahntempo satt auf der Straße und vermittelte einen stabilen Eindruck, auch wenn er bei Querrillen ein wenig stuckert, ohne dass es stört. Wenn man etwas aus der Spur lenkt, piepst es vernehmlich: Der Spurhalteasssistent meldet sich. Ist gut, ans Piepsen muss man sich aber gewöhnen. Wir scheuchten den Kandidaten nicht nur über die Autobahn und Landstraßen auf unseren Test-Standardstrecken, sondern auch über steile Mittelgebirgsstrecken mit zig engen Kehren. Gut gemacht: Wir mussten nicht korrigierend eingreifen. Außerdem gibt es kaum Seitenneigung. Auf allen Routen hatten wir ein sicheres Gefühl. Das Allradsystem ist so ausgelegt, dass es nur bei Bedarf den Hinterradantrieb zuschaltet. Sonst fährt das SUV mit Frontantrieb.




Raum füllend, das drehmomentstarke 1,6 dCi-Triebwerk. 


Mit kräftigem Anzug kam das SUV bereits aus unteren Drehzahlbereichen in die Pötte, am intensivsten ab rund 1700 Touren. Aber er legte auch bei 3000 Touren noch zu. Das zahlt sich – nicht nur - auf kurvenreichen Bergstraßen aus. Das 1,6er-Dieselaggregat leistet 130 PS (96 kW) bei 4000 Touren und entwickelt bei 1750 Touren sein höchstes Drehmoment von kräftigen  320 Nm.
Im Testschnitt passierten wir bei 10,3 Sekunden die 100-Marke (Werkswert 10,5), im Zwischenspurt von 60 auf 100 km/ h im dritten Gang waren wir mit 5,3 Sekunden dabei und von 80 auf 120 km/h im fünften Gang mit 10,6 Sekunden. Es geht auch zügig bis auf über 180 km/h weiter; angegebene Höchstgeschwindigkeit 190 km/h. Der sechste Gang ist lang übersetzt, im fünften Gang kann man noch im Stadtverkehr mitrollen. Eine Schaltanzeige informiert zum sinnvollen Schaltvorgang.
Zum Thema Verbrauch: Er lag zwischen 4,7 bei ruhiger Landstraßenfahrt und gut 7,3 Litern beim Mix aus Ortsverkehr und flotten Autbahnfahrten. Im Testschnitt stellten sich 6,6 Liter pro 100 Kilometer ein. Ging für uns für das über 1,5 Tonnen schwere Auto, die Allradzuschaltung sowie die Vollspeed-Testphasen in Ordnung. (Angegebener Gesamtwert laut Vorgaben 4,9 l/100 km (CO2-Ausstoß gesamt 129 g/km, Effizienzklasse A).

Fazit: Der Nissan Qashqai bietet gute Platzverhältnisse, einschließlich des Laderaums. Es sind viele Assistenz- und Sicherheitssysteme an Bord. Er ließ sich locker und angenehm fahren. Auch in preislicher Hinsicht schlägt sich der Qashqai wacker. Interessenten sollten mit ähnlichen Fahrzeugen vergleichen. Es stehen verschiedene Benzin- und Dieselmotoren sowie mehrere Austattungsstufen zur Auswahl. (presseweller)

Ein aktueller Qashqai-Test kann auch auf http://www.presseweller.de über die Seite "Auto-Medientexte" - als Version zum Blättern - aufgerufen werden. 

Für Redaktionen: Bei Abdruckinteresse einer der Testberichtversionen und Fotos bitte bei presseweller anfragen. 

Dienstag, 2. Juni 2009

Verbrauchs- statt C02-Werte


Siegen, Mai 2009 (dialog). Beim Autokauf entscheiden die verschiedenen Vorlieben. Design, Farbe und Motorisierung spielen ebenso eine Rolle wie der Verbrauch und die Marke. Nach wie vor gibt es noch viele, die markentreu sind und beispielsweise nur einen Audi, Benz, BMW oder auch einen Ford, Opel oder Mazda fahren wollen. Die Markentreue hat aber in den vergangenen Jahren nicht nur im Bereich der Autos stark gelitten.
Wer einen Porsche oder teuren Geländewagen fahren will, den wird der Verbrauch nur zweitrangig interessieren. Für den Single oder die Familie spielt aber der Sprit-Verbrauch eine Rolle. Insgesamt sind natürlich der Preis des Fahrzeugs und die Sicherheit wichtig. In Bezug auf Sicherheit geben die Crahs-Tests wie die NCAP-Bewertung erste Auskunft. Schon einige Fahrzeuge haben heute die Höchstpunktzahl 5. Weder an der Airbag-Bestückung - zum Teil müssen noch Seitenairbags und erst recht Kopfairbags extra bezahlt werden - sollte nicht gespart werden. Ein elektronisches oder dynamisches Stabilitätsprogramm ist ebenfalls nur zu empfehlen. Leider gibt es noch Autos, wo das auch für "Geld und gute Worte" nicht zu haben ist.
Bei den Verbauchswerten schauen sich viele den Kombinationswert an. Man sollte aber auch einen Blick auf "Innerstädtisch" werfen. Da sieht man, dass es, gerade, wenn man kürzere Strecken fährt und innerhalb von Orten unterwegs ist, empfindlich höher gehen kann. Ohnehin sind die Werte am Prüfstand ermittelt. Da die Fahrgewohnheiten höchst unterschiedlich sind, wird sich, mit welchem Verfahren auch immer, nie ein genauer Wert für alle ermitteln lassen.
Bekanntermaßen geht der Kauf heute ohnehin nicht so einfach ab. Man fragt im Bekanntenkreis nach der Zufriedenheit und auch nach dem Verbrauch "Was verbrauchst Du denn mit Deinem 150-PS-Auto"? "Ist der Diesel so sparsam, liegst Du unter sechs Litern"?
Die Frage, die nie kommt, ist die nach dem Kohlendioxidausstoß, nach dem C02-Ausstoß. Er sagt nur "weniger oder mehr". Wer mal im Bekanntenkreis rumfagt, wird feststellen, dass er nie ein Thema ist. Außerdem ist er vom Verbrauch und von der Kraftstoffart Benzin oder Diesel abhängig. Die Fahrer und potenziellen Käufer vergleichen, was sie in in die teuren Euro umrechnen können: den Verbrauch.
Die EU-Bürokratie hat allerdings vor Jahren schon bedingt, dass diese C02-Werte separat ausgewiesen werden mussten. So waren Prospekte und Webseiten zu ändern. Bürokratie eben. Heute ist es gang und gäbe, dass diese Werte - unbedingt - angegeben sind. Eventuell interessiert sich hier und da jemand dafür, in der Masse werden es wenige sein. Seitens der Polit-Bürokratie war wohl beabsichtigt, dafür zu sensibilieren. Ob diese Informationen denn tatsächlich Sinn machen, ist eine ganz andere Frage. Zumindest hat man es geschafft, es umzusetzen. So ist esauch bei unseren Autotests. Wir nennen den Test-Verbauch, mit dem jeder etwas anfangen kann, nicht den C02-Ausstoß.