Montag, 29. Dezember 2014

Wintergefahren beim Fahren





Schneereste, gefrorene Nässe: Im Winter ist Vorsicht 
beim Autofahren angesagt. (Foto: presseweller)


„Sanft“ und stets mit Vorsicht unterwegs - Ein paar Tipps


Dezember 2014. Siegen (dialog/jw). So schön die verschneite Landschaft ist, für Autofahrer – und natürlich auch Motorradfahrer und Radler – ist Vorsicht angesagt, selbst dann, wenn die Straße geräumt ist. Das so genannte „sanfte“ Fahren ist oberstes Gebot.

Klar, dass auf dem Auto längst Winterreifen sein sollten. Je nach Niederschlagsintensität kann gar nicht so schnell geräumt werden, als dass jede Straße frei ist. So hat man es im Winter nicht nur mit schneebedeckten Fahrbahnen zu tun, sondern auch mit Strecken, auf denen Schnee- und Matschreste liegen und anderen, auf denen sich ganz oder stellenweise eine Eisschicht gebildet hat. Brandgefährlich. Winterreifen haben zwar einen deutlich besseren Grip als Sommerpneus, können aber Rutschen und weit längere Bremswege als auf trockenen Straßen nicht verhindern. Das „sanfte Fahren“ kann ein bisschen helfen, um sicherer durch den Winter zu kommen: nicht zu schnell fahren, vorsichtig lenken, Kurven nicht rasant nehmen, mit wenig Gas anfahren, gefühlvoll bremsen. Das ABS meldet sich ziemlich direkt. Der Fahrer merkt es am Geräusch und am Bremspedal: „ah, glatt“. Da man wegen des Brems-Helferleins nicht selbst eine „Stotterbremse“ auslösen muss, sollte man bei Erfordernis den Fuß auf der Bremse lassen. Das ABS ermöglicht meist, den Wagen auch noch zu lenken. Je nach Antriebsart und sonstiger elektronischer Hilfen wie ein elektronisches Stabilitätsprogramm schiebt er ansonsten ungeachtet des Lenkeinschlags weiter, und wenn es in den Graben ist. Bei Heckantrieb gibt sich in Kurven auch die Rückpartie des Autos gern ein Eigenleben.

Ein paar Aufmerksamkeitspunkte
- Sanft lenken, anfahren, beschleunigen, bremsen, schalten, Kurven fahren.
- Großen Abstand zum Vordermann halten.
- Abstand halten beim Anhalten vor der Ampel, bei Staus. Damit rechnen, dass der Hintermann doch nicht so schnell zum Stehen kommt.
- Vor Kreuzungen, Abbiegevorgängen und notwendigem Halt frühzeitig bremsen. Vielleicht vorher schon einmal leicht mit einem Tipp aufs Pedal versuchen. Bei Schnee, Schneematsch und Vereisungen kann es sonst zu spät sein: Das Auto rutscht in Kreuzung oder Abbiegespur hinein.
- Vorm Abbiegen oder rechts anhalten und anderem frühzeitig den Blinker betätigen, damit der Hintermann weiß, dass er langsamer fahren und bremsbereit sein muss.
- Vorsicht vor Ampeln und anderen häufig frequentierten Haltepunkten: Hier bildet sich oft eine Eisschicht oder ein sehr rutschiges Gemisch aus Schnee und Matsch.
- Ist das alles im Orts- und Nahverkehr wichtig, so gilt natürlich auch auf der Autobahn: weitaus mehr Abstand halten als sonst, die Geschwindigkeit anpassen. Schnee- oder Matschlagen zwischen den Spuren sind nicht ungefährlich, deshalb vorsichtig überfahren.
- Bei Schneefall, diesigem Wetter das Fahrlicht einschalten. Je nach Intensität zwischendurch auf einem Parkplatz anhalten und Scheinwerfer und Rückleuchten von Schnee befreien.
- Die Bergabfahrt ist – auch auf Land- und Ortsstraßen - oft schwieriger als die Bergauffahrt: bei Schnee und Glätte nur sehr vorsichtig angehen, auch wenn andere meinen, überholen zu müssen. Wenn es extrem wird, besser einen Parkplatz anfahren und warten, bis der Räum- und Streudienst da war. Es ist immer besser, eine halbe Stunde Fahrtzeit einzubüßen, statt in einen Unfall verwickelt zu werden!
- Und wenn man bei starkem Schneefall, Glatteis oder Eisregen zu Hause oder im Hotel ist, sollte man da bleiben, bis der Spuk vorbei ist. Kurz, besser erst gar nicht losfahren!
- Übrigens sollte der Fahrer beim Einsteigen darauf achten, dass sich an der Schuhsohle kein Schnee festgesetzt hat. Mit einer glatten Sohle rutscht man schnell vom Kupplungs- oder noch schlimmer vom Bremspedal. Und das kann fatale Folgen haben!

Ein paar beispielhafte Tipps aus Jahrzehnte langer Fahrerfahrung, eben auch im tiefen Winter in Mittelgebirgen und in den Alpen sowie bei zig Autotests. Gute Winterfahrt! (presseweller)

Fahr- und Verkehrsthemen gibt es neben Auto-Notizen und Autotests auch als Content oder für Printmedien bei Presseweller. Bei Interesse anfragen: http://www.presseweller.de

Dienstag, 9. Dezember 2014

Agil-handlicher Kleiner: Citroen C1 im Praxistest




Kompakt, schnuckelig, der Citroen C1, hier 
mit Winterbereifung. (Fotos (c): presseweller)


Der knuffige Franzose hat  auch 

problemlos längere Strecken drauf


Dezember 2014. (Dialog/jw). Knuffiges Styling in auffälligem Rot, so stand der winterbereifte Citroen C1, den wir bis Mitte der ersten Novemberwoche testeten, vor uns. Wir fuhren ihn in der Version VTi 68 Feel, dreitürig und mit manuellem Fünfganggetriebe. Wir sahen es schon: klein und kompakt, ideal, um sich durch Städte zu wieseln und locker einzuparken. Aber der kleine Franzose hat durchaus auch längere Strecken drauf.

Im über 3,46 Meter „kurzen“ und gut 1,61 Meter breiten Franzosen gibt es für die Frontpassagiere angenehme Platzverhältnisse auf bequemen Sitzen. Das zeigte sich spätestens bei unserem Langstreckentest. Als Fahrer weiß man das griffige Lenkrad und den direkten Blick auf die Instrumente zu schätzen. Die Beschalterung passte - im Testwagen bis auf den etwas versteckt liegenden Tempomatschalter an der Lenkradunterseite. Auf die Hintersitze geht es in Dreitürern immer etwas „schräg“, aber die Vordersitze konnten mit einem Griff einfach verstellt und verschoben werden. Das ist für Fondpassagiere passabel und auch gut, wenn man etwas auf den Rücksitzen ablegen will.


Umklappen und Vorschieben des Vordersitzes klappte gut. 


Der Kofferraum fasst laut "Technischen Daten" zwischen 196 und, je nach Rücksitzumlage, 780 Liter. Die Ladefläche liegt allerdings tief. Wir probierten es mal aus: Koffer plus Reisetasche plus „Beauty-Case“ passen problemlos, und zum Verstauen von Kleinigkeiten bleibt dann auch noch Platz. Eine Getränkekiste plus Taschen ist ebenfalls kein Problem. Die beim Kandidaten geteilten Rücksitze ließen sich auch vom Laderaum aus mit einem Handgriff umlegen und locker wieder aufrichten. Ging einfach, ist praktisch.
Bereits bei der Basisausstattung sind wichtige Sicherheitseinrichtungen an Bord, neben anderem sechs Airbags – je zwei Front- sowie vordere Seiten- und Kopfairbags. Es gab elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Antriebsschlupfregelung, ABS und Bremsassistent. Ansonsten gehörten im Testwagen neben verschiedenen Ablagen und Becherhaltern zum Beispiel Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorn, geteilt umklappbare Rücksitzbank, Audiosystem mit Lenkradbedienung, Tempomat, Klimaanlage und anderes dazu.

Ausgesprochen handlich
Dann starten wir mal durch. Im unteren Drehzahlbereich wirkt der Motorklang etwas rau, auf Strecke ist die Akustik aber angenehmer. Im Stadtverkehr macht es Freude, sich durch die oft engen Passagen mit links und rechts parkenden Fahrzeugen zu wieseln und problemlos einzuparken. Ja, der C1 ist ausgesprochen handlich. Das fest abgestimmte Fahrwerk des Fronttrieblers erwies sich auch bei unseren Kurventests als sicher sowie bei allen Strecken als gutmütig und problemlos. Verbrauchsmäßig lag der kleine Benziner für uns noch im Rahmen: im Testschnitt gut 5,2 Liter pro 100 Kilometer (Kombiwert nach Vorgabe 4,1 l/100 km, CO2-Ausstoß kombiniert 95 g/km, Effizienzklasse B).


Aparte Innenraumgestaltung, griffiges Lenkrad, Instrumente im Blick. 

Agiles Motörchen

Dass der kleine Citroen ideal für Stadtfahrten und Landstraßenpassagen ist, bekamen wir schnell mit. Aber wie wird er sich „auf Strecke“ bewähren. Deshalb schickten wir ihn auf längere Autobahnrouten. Er spulte brav seine Kilometer ab, und auch mehrstündige Fahrten waren hinsichtlich des Sitzkomforts, siehe oben, kein Problem.
Erstaunlich, wie agil der C1 ist. Der kleine Einliter-Motor reagiert auf jeden Gaspedaldruck. Die VTi-Maschine mit Multipoint-Einspritzung leistet 69 PS (51 kW) bei 6000 Touren und entwickelt bei 4300 Touren ein höchstes Drehmoment von 95 Newtonmetern (Nm). Nein, kein Sportler, aber passabel, um bei heutigen Straßenverhältnissen von A nach B zu kommen. Im Testschnitt brauchten wir 14,3 Sekunden – wie die Werksangabe - für den 0-auf-100-Sprint, von 60 bis 100 km/h im dritten Gang waren es 9,8 Sekunden, und 22,2 Sekunden von 80 auf 120 km/h im fünften Gang. Die angegebene Spitze von 160 km/h haben wir im Test locker erreicht. Alles passt!

Fazit: Der Citroen C1 ist ein properes Stadtauto, das aber auch zu mehr taugt. Er zeigte sich agil, wendig und handlich und ließ sich auch im Langstreckentest locker fahren. Es stehen verschiedene Versionen, auch fünftürig, zur Auswahl. (presseweller)

Hinweis für Redaktionen: Fragen Sie bei Bedarf bei uns zu Fotos oder Mail-Textübermittlung an:
http://www.presseweller.de  Auf der Seite „Auto-Medientexte“ finden sich auch Auto-Notizen.


Freitag, 7. November 2014

Schnittig: Skoda Rapid Spaceback im Praxistest


Schnittig gestylt und mit geräumigem Innenraum: Skoda Rapid Spaceback. (Fotos: Presseweller)


Auf Tour mit dem 1,6 TDI Elegance Green tec


November 2014. (Dialog/jw). Günstig von A nach B kommen, das ist hinsichtlich des Verbrauchs bei vielen modernen Autos möglich. Auch der Skoda Rapid Spaceback 1,6 TDI, im Test in der Version Elegance Green tec, zeigte sich als sparsamer Vertreter. Die schnittig gestylte Schräghecklimousine nahmen wir Ende September/ Anfang Oktober auf langen Autobahnpassagen sowie kurvigen Land- und Bergstraßen eingehend unter die Lupe. Der „Spacy“ zeigte sich als zuverlässiger und angenehmer Begleiter.

Mit seiner schnittigen Linienführung – er bekam dafür beim „German Design Award 2015“ Ende Oktober eine Auszeichnung – gefällt der Spaceback. Bei einer Länge mal Breite von gut 4,30 mal knapp 1,71 Meter bietet er ordentliche Innenraumverhältnisse und geizt auch nicht mit Laderaum, der aber eine – noch überschaubare – Ladekante hat. Nach Norm schluckt das Gepäckabteil 415 Liter und lässt sich bei Bedarf bis auf 1380 Liter erweitern. Die Vordersitze bieten guten Seitenhalt. Die übersichtliche Instrumentierung und die praktische Beschalterung wussten zu gefallen wie das gesamte Innenraumambiente, einschließlich verschiedener verchromter Elemente. Auch die Fondpassagiere können sich hinsichtlich Kniefreiheit und Komfort wohlfühlen: richtig viel Platz! Wenn es dann noch wie im Testwagen das Panoramaglasdach gibt, werden sie wegen des tollen Ausblicks begeistert sein. Es stehen verschiedene Ablagen, Becher- und Flaschenhalter zur Verfügung. Zum angenehmen Fahren trägt die sehr zurückhaltende Akustik bei. Ja, das Auto hat Pfiff.



Die Vordersitze bieten guten Seitenhalt. Die Instrumentierung ist übersichtlich. 

In Sachen Ausstattung sind bereits in der Basisversion beispielsweise höhen- und längsverstellbares Lenkrad, elektrische Fensterheber vorn und Zentralverriegelung mit Fernbedienung an Bord sowie die wichtigen Sicherheitseinrichtungen wie zwei Frontairbags, Kopfairbags, elektronische Stabilisierungskontrolle (ESC), ABS, Antriebsschlupfregelung (ASR), automatische Türentriegelung sowie Aktivierung der Warnblinkanlage bei Aufprall und anderes. Der Elegance-Testwagen war neben vielem anderem noch mit Tempomat, Klimaanlage, beheizbaren Vordersitzen und dem schon oben erwähnten Panoramaglasdach mit manuellem Rollos bestückt.


Ordentliche Platzverhältnisse auch im Fond.

Locker durch Kurven

Das fest abgestimmte Fahrwerk, vorne McPherson-Prinzip mit Stabi, hinten Verbundlenkerachse, erwies sich auch bei schnell angefahrenen Kurven und Kehren als spursicher und bewirkte einen sauberen Geradeauslauf auf flotten Autobahnfahrten. So konnten wir den Kandidaten im Normalbetrieb locker fahren. Weitere Pluspunkte können wir für das ausgesprochen gute Handling, die geringe Seitenneigung sowie den Sitzkomfort für die Insassen vergeben: eine für uns ideale Mischung aus stabiler Straßenlage und Fahrkomfort.
Motorisiert war der Test-Rapid mit dem 1,6-Liter-Turbodiesel-Aggregat, das 105 PS (77 kW) leistet. Die Maschine passt in Verbindung mit dem sauber schaltbaren Fünfganggetriebe gut zum Fahrzeug. Das höchste Drehmoment von 250 Newtonmetern (Nm) setzt laut Papieren bereits bei 1500 Touren ein, hat einen Bereich bis 2500 Touren und sorgt für ordentliche Elastizität. Das ermöglicht bereits aus unteren Bereichen guten Vortrieb und zugleich sparsames Fahren. Den 0-auf-100-Sprint absolvierten wir im Testschnitt in 10,8 Sekunden (Werksangabe 10,3), den Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h im dritten Gang hakte der Skoda in knapp 5,8 Sekunden ab, und für den „Sprung“ von 80 auf 120 km/h im fünften Gang waren es 11,2 Sekunden. Danach geht’s fröhlich weiter, angegebene Spitze 190 km/h.

Sparsam unterwegs

Angenehm überrascht waren wir vom Verbrauch. Die Green-tec-Technik nutzt unter anderem Energierückgewinnung, beispielsweise beim Bremsen.Wir bewegten den Spaceback bei reiner Landstraßenfahrt schon mit 3,6 Litern pro 100 Kilometer, auf weiten Autobahnstrecken, inklusive schnellen „Ritten“, mit 4,4 Litern und kamen schließlich auf einen Gesamtschnitt von 5,3 Litern (angegebene Kombiwerte für den Spaceback Green tec laut EU-VO 3,9 l/100 km, CO2-Ausstoß 104 g/km, Effizienzklasse A).

Fazit: Der Skoda Rapid Spaceback 1,6 TDI Elegance Green tec erwies sich als bequemer Begleiter mit guten Raumverhältnissen und sparsamem Verbrauch. Er ließ sich einfach klasse fahren und vermittelte Fahrfreude. Es stehen unterschiedliche Ausführungen und Motorisierungen als Diesel und Benziner zur Auswahl. (presseweller)

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Kurz zusammengefast: Auto-Wintercheck


 
 
 
 
Griffig mit gutem Profil: Winterreifen sind ein Sicherheitsmoment und Vorschrift bei winterlichen Witterungsbedingungen. Man sollte auf ausreichendes Profil achten. (Foto: presseweller)


Mit Winterreifen, Frostschutz und intakter Beleuchtung durch die kalte Jahreszeit


23. Oktober 2014. Siegen (Dialog/jw). Im Alpenbereich und in höheren Lagen gab es gerade bereits einen ersten Vorgeschmack auf Schnee und glatte Straßen. Jetzt wird es Zeit, das Auto für die kalte Jahreszeit zu wappnen.

Ein paar Tipps für das Wichtigste in Kürze:

- Winterreifen aufzuziehen ist nicht freiwillig entscheidbar. Je nach Witterungslage wie bei Schnee, Eis, glatten Straßen müssen sie laut Gesetzgeber montiert sein. In manchen anderen Ländern sind sie generell für eine bestimmte Zeit, zum Beispiel ab 15. Oktober bis 15. April, verpflichtend. Fährt man ins Ausland, ist es ratsam, sich vorher informieren. Die Reifen sollten noch ausreichend Profil aufweisen. Fachleute empfehlen für Winterreifen mindestens vier Millimeter, also weit oberhalb der gesetzlichen Mindest-Profiltiefe. Wer neue Pneus kaufen muss, sollte sich Winterreifentests anschauen und Preise vergleichen. Für die Winterfahrt müssen es keine breiten Schluffen sein, es genügt auch die Standardversion – Größe je nach Angabe in den Kfz-Papieren.
- Hat man den Eindruck, dass die Batterie schon ein bisschen schlapp ist: im Fachbetrieb kontrollieren lassen, eventuell aufladen oder neue kaufen.
- Der Frostschutzanteil in Kühler und Waschanlagen muss ausreichend sein. Im Fachbetrieb kann schnell geklärt werden, bis zu welchen Minusgraden der Kühlerfrostschutz reicht.
- Die gesamte Beleuchtungsanlage muss einwandfrei funktionieren, weil die kalte auch die dunkle Jahreszeit ist. Man muss gut sehen können und gesehen werden. Bis Ende Oktober läuft noch die Lichttestaktion in vielen Kfz-Betrieben und bei anderen Serviceanbietern.
- Die Scheibenwischer sollten sauber und schlierenfrei wischen, damit man gute Sicht hat.

Unabhängig von diesen Dingen muss auch alles andere in Ordnung sein, von den Bremsen bis zur ausreichenden Ölmenge im Motor.
- Im Auto führt man Decke, Handbesen, eventuell einen kleinen Klappspaten und Eiskratzer mit oder Enteiserspray sowie für alle Fälle ein Starthilfekabel. Türschlossenteiser gehört in die Mantel- oder Jackentasche.
Wenn man dann noch den Straßenverhältnissen angepasst fährt, hat man wenigstens die Voraussetzungen dafür geschaffen, gut mit dem Auto durch den Winter zu kommen. (presseweller)

Hinweis für Redaktionen: Rund ums Winterauto können Sie auch spezielle Texte wie Kühler, Klimaanlage usw. bei uns anfordern, über http://www.presseweller.de
Auf der Seite finden Sie weitre TExte rund ums Auto, incl. Autotests.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Geräumig und sparsam: Praxistest Seat Ibiza ST


Der Seat Ibiza ST gefällt mit seinem dynamischen Styling. (Alle Fotos (c): presseweller)

Der 1,6-er Seat TDI CR in Kombiversion


Oktober 2014. (Dialog/jw). Ibiza, der Name klingt nach „Sommer, Sonne und Meer“. Das gleichnamige Seat-Modell vermittelt Freude am Fahren. Wir nahmen es in der Kombiausführung ST mit 1,6-Liter-TDI-Dieselmotor im September bei Sonnenschein unter die Testlupe. Das schon hier: Der Spanier, außen in freundlichem hellem Blau, zeigte sich ebenfalls von seiner sonnigen Seite.

Kandidat war genau die Kombiversion Ibiza ST I-Tech, 1,6 TDI CR. Mit seinem unaufdringlich-schicken Styling wusste er zu gefallen. Hinter den kompakten Maßen von gut 4,23 Meter mal 1,69 Metern verbirgt sich ein ansehnlicher undsauber verarbeiteter Innenraum, der vorne und hinten den
Passagieren gute Platzverhältnisse mit ausreichender Beinfreiheit bietet. Verschiedene Ablagen und Becherhalter sind an Bord. Richtig klasse ist das sehr gut zugängliche, flache, mit kaum merklicher Ladekante erreichbare Gepäckabteil. So wünschten wir es uns öfter! Ob Reisegepäck oder Großeinkauf: Im Laderaum lässt sich locker so einiges verstauen. Den„Technischen Daten“ nach schluckt das Gepäckabteil 430 Liter und kann je nach Stellung der Rücksitze bis auf 1146 Liter erweitert werden.


Gut zugänglich und groß: der Laderaum.
Der Fahrer hat alle Instrumente im Blick und die Schalter zur Hand. Die Vordersitze boten guten Seitenhalt und waren bequem genug, auch längere Testpassagen problemlos zu absolvieren. Der Testwagen hatte neben anderem Tempomat, Fernbedienung für Radio und Co. über Lenkradhebel – da gibt es heute oft auch gut handhabbare lenkrad-integrierte Versionen – Bordcomputer und Klimaanlage an Bord. Die elektrischen Fensterheber waren für vorn und hinten mit Automatik
ausgestattet, die Außenspiegel elektrisch einstell- und anklappbar. Akustisch gab sich der Ibiza angenehm zurückhaltend.


Aufgeräumtes Cockpit, alles im Blick.

Zur Sicherheit waren zwei Frontairbags und Kopf-Thorax-Airbags vorne an Bord, elektronische Stabilitätskontrolle, Bremsassistent, Berganfahrhilfe sowie natürlich ABS und anderes.

Sparsam unterwegs

Den Antrieb besorgte die 1,6-Liter-Turbodieselmaschine, die bei 4400 Touren 105 PS (77 kW) generiert. Das höchste Drehmoment von 250 Newtonmetern (Nm) liegt bereits ab1500 und bis 2500 Touren – spürbar – an. Der Ibiza kommt schon relativ früh zur Sache, was sich auch bei Steigungsstrecken auszahlt. Der Tacho wandert auf der Bahn locker auf 180 und weiter, angegebene Spitze 188 km/ h. Den 0-auf-100-Sprint stoppten wir im Testmittel in knapp 10,8 Sekunden (Werksangabe 10,9), von 60 auf 100 km/ im dritten Gang vergingen gut 6,1 Sekunden und im lang übersetzten fünften dauerte es rund 14 Sekunden, um von 80 auf 120 km/h zu beschleunigen. Da im fünften Gang bei 50 km/h der Drehzahlmesser gerade mal so um die 1000 Touren zeigt, kann man zwar im Stadtverkehr mitzockeln, aber hier empfiehlt sich schon eher der vierte Gang.

In Sachen Verbrauch gab sich der Ibiza über weite Strecken mit 4,5 Litern pro 100 Kilometer zufrieden, im gesamten Testschnitt waren es um die fünf Liter. Schön sparsam! (Laut EU-Vorgabe Verbrauch kombiniert 4,2l/100 km, CO2-Emission dazu 109 g/km, Effizienzklase B).

Ein properer Kurvenläufer

Das fest abgestimmte, für die Insassen aber komfortable Fahrwerk lies den Seat auch bei Tempo ruhig und problemlos auf der Bahn liegen. Im Normalbetrieb winkte er selbst enge Kurven einfach durch. Unsere schnell angegangenen Kurventests ließen ihn ebenfalls kalt: Er absolvierte wie auf Schienen das Kurvenprogramm. Applaus!

Fazit: Der Seat Ibiza ST 1,6 TDI lässt sich angenehm fahren. Er bietet ordentliche Platzverhältnisse und einen großen, leicht beladbaren Laderaum. Er zeigte sich spritzig, kurvenstark und sparsam. Es stehen verschiedene Motorisierungen zur Auswahl. Wer in dieser Klasse sucht, sollte sich auch einmal den Ibiza anschauen und vielleicht Probe fahren. (presseweller)
Der Test steht auch im online erscheinenden "Praxis-Autotest-Report" Nr. 9, als PDF und zum Blättern aufrufbar über die Seite Auto-Medientexte auf http://www.presseweller.de
Redaktionen bitte zu Text/ Foto anfragen.

Mittwoch, 3. September 2014

Fahrspaß an Bord: Praxistest MINI Cooper




Das  Styling des Mini Cooper gefällt. ( Fotos (c): presseweller)

Der TwinPower-Turbomotor kommt schnell zur Sache

August 2014. Siegen (Dialog). Nach schon vielen Vorgängern des längst kultigen Kleinwagens mit dem Gokart ähnlichen Kurvendrive stand für uns Ende Juni/Anfang Juli der neue MINI Cooper mit 1,5-Liter-Benzinmotor auf dem Testplan. Außen blau und mit weißen Streifen auf der Motorhaube, kurzen Überhängen und breiter Spur hatte er Chic, wirkte jugendlich-frisch. Der Fahrspaß ist „eingebaut“.

Das unverwechselbare Design des Zweitürers mit Schrägheck blieb auch – gepaart mit verschiedenen Änderungen und moderner Technik – erhalten, seitdem BMW hinter MINI steht. Man kann das Styling „knuffig“ nennen, aber auch „sportlich“. Unter dem schnittigen blauen Kleid des Testautos steckte eine dezent graue Innenausstattung mit teils silberfarbenen Details. Wie gehabt, gibt es das cockpitähnliche Mittelteil mit - aber veränderter - Kippschalterreihe, inklusive des Start- und Ausschaltschalters. Das große Rundinstrument im Mittelteil gehört ebenfalls dazu, jetzt aber ohne Tacho und umgeben von einem Leuchtring, der je nach Aktion verschiedenfarbig aufleuchtet. Alles Wichtige wie Drehzahlmesser und – manche sagen „endlich“ – den Tacho hat der Fahrer vor sich im Blick. Zur Bedienungsverbesserung trägt ebenfalls bei, dass die Schalter für die elektrischen Fensterheber in den Türbereich integriert wurden.
 

Der Fahrer hat jetzt auch den Tacho direkt im Blick.

Wertig und gut ausgestattet

Die Materialien sind von angenehmer Haptik, alles wirkt wertig und wie gewohnt in einwandfreier Verarbeitung. Die vorderen Sitze boten besten Seitenhalt, das Lenkrad liegt griffig in der Hand. Die Akustik ist insgesamt zurückhaltend: Selbst bei 180 km/h zeigte der Cooper noch hohe Laufruhe.

Im gut 3,82 Meter „kurzen“ und 1,72 Meter breiten, gegenüber dem Vorgängermodell ein Stück gewachsenen MINI geht es nach Vordersitzverstellung über einen Hebel etwas unbeholfen in den Fond, der aufgrund der Abmessungen aber nicht mit Platz protzt. Der Kofferraum fasst laut der technischen Daten für diese Wagengröße ordentliche 211 Liter und führt nach der Ladekante ein Stück in die Tiefe.

Im Test-Cooper gab es neben elektrisch-verstell-und anklappbaren Außenspiegeln, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrischen Fensterhebern und Klimaanlage zum Beispiel Sitzheizung vorne, Tempomat, Navi, Lenkradbedienung und Abstandswarner hinten. Das Start-Stopp-System funktionierte prima. Mit den zahlreich verfügbaren Extras und „Paketen“ lässt sich der Kleine individuell zusammenstellen. Standard sind die Sicherheitseinrichtungen wie beispielsweise sechs Airbags, Dynamische Stabilitäts-Control (DSC) mit Berganfahrhilfe, ABS, Bremsassistent und elektronische Bremskraftverteilung.

Fahrspaß mit Turbopower

Herzstück eines Cooper ist die Maschine. Der dreizylindrige MINI-TwinPower-Turbomotor mit 1,5 Litern Hubraum bringt den Daten nach ab 4500 Touren 136 PS (100 kW) an die Kupplung. Das höchste Drehmoment des Benziners, 220 Newtonmeter, liegt bereits bei 1250 Touren an. Man spürt's beim Beschleunigen, wie früh die Maschine schon deutlich „Dampf“ macht – ideal abgerundet durch das auf kurzen Wegen knackig schaltbare Sechsganggetriebe. So kann, von uns nicht ganz erreicht, der handliche Kleine laut Werkswert in nur 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h stürmen. Das ist sportlich. Die Beschleunigung von 60 auf 100 km/h im dritten Gang absolvierten wir im Testmittel in 6,1 Sekunden und von 80 auf 120 km/h im fünften in 10,9 Sekunden. Auf der Bahn konnten wir schnell Tempo machen, angegebene Spitze 210 km/h.

Viele Kurzstreckenanteile und Tempotests ließen den Testverbrauch höher ausfallen als den angegebenen Kombiwert von 4,9 Litern/100 km (innerstädtisch 5,8 l, außerstädtisch 3,9 l/100 km; CO2-Ausstoß kombiniert 107 Gramm /Kilometer, Effizienzklasse B). Das ist nun einmal so. Bei unseren Tests erreichen wir nur in seltenen Fällen den Kombiwert. Das tat und tut dem Fahrspaß keinen Abbruch. Den gab es auch auf kurvenreichen Strecken.

Das Fahrwerk, vorn Einlenker-, hinten Multilenkerachse, ist spürbar fest abgestimmt. Beim Kandidaten konnten wir zwischen drei Fahrmodi - Sport, MID und Öko – wählen, womit es neben anderem auch Änderungen an der Fahrwerksabstimmung gibt. Der Kandidat lag, auch bei hohem Tempo, ruhig und unproblematisch auf der Bahn. Kurvenfahrten sind schon immer MINI-Sache: Auch wenn wir den Kleinen mit Tempo durch Rundkurven trieben, zeigte er sich unbeeindruckt. Da lebte für uns gleich dieses Gokart ähnliche Fahr-Feeling wieder auf. Gut!

Handlich, wendig, was gerade im Stadtverkehr vorteilhaft ist, kurvenstark und spritzig sind vier Eigenschaften, die wir dem Auto bescheinigen. Und das alles bringt nicht nur jungen Leuten Fahrspaß.

Fazit: Der MINI Cooper ging flott zur Sache, zeigte gute Verarbeitung und Laufruhe. Das typische, kultige Styling bleibt wohl unverwechselbar. So wird der neue, hier und da verfeinerte MINI Cooper ebenfalls wieder seine Fans finden. Es steht auch eine Dieselversion zur Auswahl. Wer es noch gerne etwas sportlicher hätte: den Cooper S gibt’s auch! (jw/presseweller)

Montag, 4. August 2014

Knackiger Look und handlich: Clio im Praxistest




Abgerundetes Styling: der Renault Clio, hier in der Version Energy Luxe. (Fotos: presseweller)


 Wir fuhren die Version Energy Luxe dCi 90 EDC


August 2014. (Dialog / jw). Knackig sieht der kompakte Renault Clio mit kurzem Hecküberhang und breiter Spur aus, von der Gesamtgestaltung her ein eigenständiges Designbild. Der schöne Blauton, offiziell  „Fleur de France“, vermittelte frühlingshaft-freundlichen Charme. Zum Test stand der Clio in der Version „Energy Luxe dci 90 EDC“, wobei EDC für die Automatik, das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, steht.

Der optisch gute Eindruck setzte sich beim in Schwarz mit blauen Einlagen gestalteten Interieur des gut 4,06  langen und über 1,73 Meter breiten Renault fort. Der Fahrer hat alle Instrumente im Blick, das Gestühl passte, die Platzverhältnisse gingen in Ordnung. Abgesehen von Anfahrphase und höheren Drehzahlen war die Akustik zurückhaltend.  Dank Key Card waren im Testwagen schlüsselloses Öffnen und  Schließen sowie Starten – über Start-Stopp-Knopf – angesagt. Becherhalter, diverse Ablagen und Verstaumöglichkeiten sowie der ordentliche Kofferraum mit einem Volumen – nach VDA-Messung – von 300 bis 1146 Liter, je nach Rücksitzstellung, machen den Clio gut nutzbar. Isofix-Befestigungen, seitlich an den Rücksitzen, elektrische Fensterheber vorn und mehr gehören zur Basisausstattung. Inklusive sind beispielsweise auch je zwei Front- und Kopf-Thorax-Seitenairbags vorn, elektronisches Stabilitätsprogramm mit Antriebsschlupfregelung, Berganfahrhilfe sowie ABS mit Bremsassistent. Der Testwagen hatte darüber hinaus unter anderem Klimaautomatik, ein multifunktionales Online-Mediasystem mit Tochscreen, Radio mit Top-Sound und Navi an Bord, einen gut bedienbaren Bordcomputer, Abstandswarner mit Kamera hinten und Tempopilot – besonders auf der Autobahn immer wieder praktisch. Das können wir auch zum „Eco-Modus“ sagen. Dabei sieht der Fahrer eine Anzeigelinie, die im positiven Fall grün ist und sich, zum Beispiel je nach Gasstellung, farblich verändert. Wir konnten oft im günstigen „grünen Bereich“ fahren. 




 Sah auch innen hübsch aus und war einfach zu bedienen.


Bequem und kurvensicher

Das auch per Hand schaltbare schaltbare Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe – Automatik  – erwies sich als bequem und praktisch. Es ermöglicht gelassenes Fahren. Für den Antrieb sorgte ein 1,4-Liter-Diesel-Motor, der es bei 4000 Touren auf 90 PS (66 kW) bringt und den „Technischen Daten“ nach  bei 1700 Touren sein höchstes Drehmoment von 220 Newtonmetern erreicht. Damit kamen wir ordentlich voran. Die Tempo-100-Marke passierten wir aus dem Stand im Testmittel in 12,2 Sekunden, leicht flotter als die Werksangabe von 12,9 Sekunden. Im Normal-Automatikmodus hakten wir die Beschleunigung von 60 auf 100 km/h in knapp 7,6 Sekunden und von 80 auf 120 km/h in 11,3 Sekunden ab. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 176 km/h angegeben.
Streckenweise fuhren wir den Clio mit 5,4 Litern pro 100 Kilometer, wobei der Gesamtschnitt bei gemischter Fahrweise mit Stadtanteilen und Tempo-Tests bei über sechs Litern lag (Verbrauch nach EU-Vorgabe/technischen Daten für städtisch, außerorts und kombiniert in l/100 km: 4,3; 3,3; 3,7; CO2-Ausstoß kombiniert 95 g/km).


                    Das moderne Diesel-Triebwerk des Clio dCi 90.


Der fahrwerksmäßig für uns gut abgestimmte Fronttriebler zeigte auf der Autobahn einwandfreien Geradeauslauf und machte Freude in Kurven. Die absolvierte er souverän  auf unseren Standard-Teststrecken. Insgesamt zeigte der kompakte Renault ein agiles, einfaches Handling.
Fazit: Der Renault Clio hat ein eigenständiges Design mit knackiger Hinterpartie. Das Interieur war ansprechend. Wir konnten auf Autobahn und kurvenreichen Landstraßen zügig unterwegs sein. Neben der gefahrenen Version stehen für den Clio verschiedene Motorisierungen und Ausführungen zur Auswahl. (presseweller)

Ein Testfoto zum Downloaden finden Sie auf unserer neuen Fotoseite unter "Auto-Medientexte" auf http://www.presseweller.de. Dort können Sie sich auch zu weiteren Tests und Veröffentlichungsmöglichkeiten informieren sowie zu den "Auto-Notizen".