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Dienstag, 8. November 2016

Olè, olè – Fahrspaß mit dem Seat Leon ST - Version "Connect" im Auto-Praxistest


Der Seat-Kombi kommt feurig aus den Pötten und bietet viel Platz



Fotopause. Schicke Kombilimousine in Blau ohne Firlefanz und mit großen Rädern, Seat Leon ST.(Alle Fotos (c): presseweller)


Siegen. 8. November 2016 (presseweller). Steile Passstraßen teils im vierten Gang, ab und zu einmal einen kurzen flotten „Ritt“, wenn es die verstauten und mit Baustellen gepflasterten Autobahnen zuließen: Mit dem Leon ST Connect 1,4 TSI Start&Stopp und dem gut abgestuftem Sechsganggetriebe, den wir Ende September/ Anfang Oktober im Test hatten, macht das Fahren Spaß, wozu auch das geschmackvolle Interieur und die richtig guten Platzverhältnisse für Passagiere und Gepäck beitragen.

Das „ST“ beim Seat Leon steht für Kombi. Das Ladeabteil mit dem Zwischenboden bietet Raum für reichlich Gepäck und lässt sich leicht beladen. Mit dem angegebenen Fassungsvermögen von 587 bis 1470 Liter müssten auch Familien mit ihrem Urlaubsgepäck locker zurechtkommen. Je nach Ladung sind die Verzurrösen hilfreich. Bei uns „versteckte“ sich unter dem Boden auch noch ein Reserve-Notrad statt eines Reparatur-Füll-Päckchens. Im über 4,54 Meter langen und knapp 1,82 Meter – Maß ohne Außenspiegel – breiten ST haben die Passagiere ebenfalls Freude. Bei einer Testfahrt mit vier Personen konnten es sich auch die Hinterbänkler richtig bequem machen. Zum Komfort trägt außerdem die sehr zurückhaltende Akustik bei. Der „Connect“ bietet gute Vernetzung wie mit Full Link, Smartphone und Media-System Plus, inklusive Navi.




Nahezu eben geht es  ins große Ladeabteil. Platz satt fürs Familiengepäck. Die Rücksitzteile lassen sich direkt von hier aus umlegen, wenn mehr Laderaum benötigt wird. 



Die Mitfahrer im Fond können sich ebenfalls über viel Patz freuen. 


Sieben Airbags - plausible Beschalterung
Bereits in der Grundausstattung verfügt der Seat Leon ST über sieben Airbags, einschließlich des Knieairbags für den Fahrer, und auch die elektronische Stabilisierungskontrolle mit ABS und Antriebsschlupfregelung ist an Bord. Zur Serienausstattung des gefahrenen Modells gehören neben vielem Weiterem ebenfalls Berganfahrassistent und elektronische Differenzialsperre sowie Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht-Funktion, die Geschwindigkeitsregelanlage, Bordcomputer, das Dreispeichen-Lederlenkrad mit verschiedenen Funktionstasten und Leichtmetallräder. Klar, elektrische Fensterheber vorne und hinten und Co. sind auch dabei.



Klare Linie, ansprechendes Interieur. So kennen wir es von Seat.


Es gibt verschiedene Ablage- und Verstaumöglichkeiten sowie Becherhalter. Davon sind auch zwei in der breiten Mittelarmlehne hinten vorhanden. Die Climatronic mit getrennter Regelung für Fahrer- und Beifahrerseite sorgte an Sonnentagen für gutes Klima. Der Testwagen erfreute auch mit diversen Extras, zum Beispiel Digital-DAB-Autoradio, die nützliche Ultraschall-Einparkhilfe vorne und hinten, ergänzt um eine Rückfahrkamera, Voll-LED-Scheinwerfer, Verkehrszeichen-Erkennung, die meist gut funktionierte, sowie als Sicherheitseinrichtungen automatische Distanzregelung und City-Notbremsfunktion „Front-Assist“ sowie Spurhalteassistent. Das von vielen geschätzte Panorama-Glas-Schiebedach war ebenfalls dabei. „Da kann man ja richtig gut gucken und die Landschaft genießen, klasse“, sagten die Mitfahrer.  Festes Gestühl – Sportsitze - mit Seitenhalt, griffiges Lederlenkrad, klare, plausible Beschalterung und übersichtliche Instrumentierung geben dem Fahrer das Gefühl „gut aufgehoben“ zu sein.
Für die Sonderausstattung wie beim Testwagen muss man ein paar Tausender extra einkalkulieren. Käufer müssen überlegen, was sie unbedingt oder gerne oberhalb der bereits guten Serienausstattung haben möchten.  



Da ist alles parat: Instrumentierung, Schalter und der Schalthebel. 


Kurvenfreudig und flott 
Dann mal los. Beim Anlassen schnurrt das Triebwerk sanft, es kann den Leon aber auch feurig in Szene setzen. Der 1,4-Liter-Motor mit 125 PS (92 kW), harmonisch mit dem knackig schaltbaren Sechsganggetriebe abgestimmt, kommt gut in die Pötte, wobei wir bereits schon ab etwa 1400 Touren nicht nur im Gasfuß deutlichen Zusatzschub spüren. Das weit gespannte höchste Drehmoment von 200 Nm liegt zwischen 1400 und 4000 Touren vor. Da geht’s flott voran. Beim 0-auf-100-Sprint lagen wir im Testschnitt mit gut 9, 9 Sekunden etwas über dem Werkswert, von 60 auf 100 km/h im dritten Gang spurtete der Seat in 5,7 Sekunden und von 80 auf 120 km/h im fünften in 10,5 Sekunden. Es geht dann zügig weiter bis zur angegebenen Spitze von 203 km/h. So lassen sich auch größere Autobahnstrecken schnell bewältigen, soweit es „freie Fahrt“ auf der Autobahn gibt.
Leistung, Drehmoment und die gute Getriebeabstimmung ermöglichten es auch bei unseren Bergstreckentests, flott unterwegs zu sein. Hinter Kehren auf Steilstrecken ging es schnell wieder auf Touren. Ohne es darauf anzulegen, hatten manche Nachfahrer das Nachsehen.

Bei dieser gemischten Testfahrerei pumpte die Einspritzanlage im Schnitt aller Messwerte nur gut 6,5 Liter/ 100 km in die Verbrennungsräume, teilweise fuhren wir den Seat auf Teilstecken ab 4,8 Litern (angegebener ECE-Kombiverbrauch 5,2 l/100 km). Wir waren sehr positiv überrascht.

Das fest abgestimmte, aber für die Insassen durchaus angenehme Frontantriebsfahrwerk machte seine Sache gut. Wir konnten wie „Schmitz' Katze“ versatz- und problemlos durch Kurven und Kehren flitzen. Und schließlich gibt es noch die elektronischen Helferlein. Sie sind nützlich, wenn sie auch kein Freibrief fürs Rasen sind. Alles hat seine Grenzen. Uns hat der Leon hinsichtlich Straßenlage auch bei schnellen Autobahnfahrten und in zig Kurven mit seinem guten Handling und der stabilen Lage überzeugt.

Fazit: Dem Seat Leon ST rufen wir gerne Olè zu, weil der Test-Spanier flott war, sich prima und mit einem sicheren Gefühl fahren ließ, viel Platz für Passagiere und Gepäck bietet und sparsam ist. Es stehen verschiedene Varianten und Motoren zur Auswahl. Das  Preis-/  Leistungsverhältnis geht für ins in Ordnung. Er wäre für uns eine gute Wahl. Info: Inzwischen ist auch die neue Version des Leon bestellbar und wird laut Seat ab Januar 2017 in den Autohäusern stehen. Daher ist es ratsam, sich beim Händler vor Ort oder in der Region zu informieren. (jw)

*Einige Technische Daten
Motor: 1395 ccm Hubraum; 125 PS (92 kW)/ 5000-6000 U/min
höchstes Drehm.: 200 Nm/ 1400 – 4000 U/ min
L x B x H in m: 4,543 x 1,816 x 1481; Laderaum in l: 587 – 1470
Fahrwerte: 0 – 100 km/h 9,4 Sek. / Spitze 203 km/h
Verbrauch/ CO2 (alles Kombiwerte): 5,2 l/ 100 km; 120 g/ km; Effizienzklasse: B
*Alle Angaben lt. Seat-Unterlagen

Hinweis: Unser Bericht beruht auf eigenen Eindrücken, ist also individuell. Alle Technischen Daten, Ausstattungen und Angaben beziehen sich auf die gefahrene Version zum Zeitpunkt des Tests! Außerhalb Deutschlands kann es ggf. andere Spezifikationen, Bezeichnungen, Ausstattungen, Preise, Daten geben. Zwischen dem Zeitpunkt des Tests und dem Lesen des Artikels können sich ebenfalls Änderungen ergeben haben. Irrtum bleibt stets vorbehalten. Man sollte sich beim Seat-Händler aktuell informieren oder auf die Seat-Homepage, www.seat.de schauen.

Hinweise zu Autothemen und Tests können Sie immer über "Auto-Medientexte" auf www.presseweller.de aufrufen. Über die Presseweller-Seiten sind auch Reisetipps und -berichte aufrufbar.

Redaktionen: Zu Autotests und Fotos bitte anfragen. 



Samstag, 26. September 2015

Sieht heiß aus: Seat Ibiza 1,0 EcoTSI FR


 


Sportlicher Look: Seat Ibiza Fünftürer FR. (Fotos: presseweller)


Auto-Praxistest: Der Fünftürer ging agil zur Sache


26. September 2015. (Dialog/ Prw). Der Nachbar sagt, „Der sieht ja hammermäßig sportlich aus!" Auch unser erster Eindruck war schlichtweg gut. Es geht um den neuen Seat Ibiza, der im August für den Fahrbericht vor der Haustüre stand. Angesagt war der Fünftürer 1,0 EcoTSI Start & Stop in der Version „FR“, die für den sportlichen Look und mehr steht. Wir treiben ihn über lange Autobahnrouten und kurvenreiche Bergstrecken und sind zufrieden. Mehr dazu steht unten.

Schon die - lange eingeführte - Modellbezeichnung Ibiza hat Klang. Bei den neuen Modellen setzt Seat unter anderem auf effizientere Motoren und neues Fahrwerk, und beides brachte uns Fahrspaß. Ebenfalls neu sind die verschiedenste Individualisierungsmöglichkeiten und mehr Konnektivität, die Vernetzung, zum Beispiel zu Smartphone, Bluetooth und Co. Die FR-Ausstattung glänzt optisch zum Beispiel mit roten Außenspiegeln, Stoßfängern im FR-Design, Leichtmetallfelgen mit Rotelementen und roten Gurten. Außerdem aber mit Sportfahrwerk, Sportsitzen mit gutem Seitenhalt, griffigem Lederlenkrad, Lederschaltknauf und vielem mehr: insgesamt ein sehr sportlicher Look. Dann kann's also auf die Piste gehen.
Im Innenraum geht es im gut 4,08 Meter und über 1,69 breiten Kompaktauto sowohl vom Interieur als auch vom Platz her ordentlich zu. Bei einer Testrunde mit vier Personen zeigten sich auch die Fondinsassen zufrieden. Wir fühlten uns selbst nach vielen Autobahnkilometern noch fit. Der Gepäckraum mit etwas hoher Ladekante fasst je nach Stellung der geteilt umlegbaren Rücksitze 292 bis 938 Liter. In Ordnung. Während man draußen den Dreizylindermotor deutlicher hört, zeigte sich der Ibiza innen als akustisch angenehm, auch bei flotter Fahrt.



Sportsitze vorn mit gutem Seitenhalt. 

Für die Sicherheit/ Müde?
Bereits in der Grundversion (Ibiza-Fünftürer laut derzeitiger Preisliste ab 12.690 Euro) sind wichtige Sicherheitseinrichtungen wie elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mit ABS, Antriebschlupfregelung und hydraulischem Bremsassistent sowie sechs Airbags und Isofix-System für die Kindersitzbefestigung hinten seitlich enthalten. Der Testwagen hatte zum Beispiel auch elektronische Differenzialsperre, Nebelscheinwerfer mit Abbiegefunktion und Ermüdungskennung an Bord sowie für den Komfort elektrische Fensterheber ringsum, Climatronic-Klimaanlage, Sitzheizung vorn, Geschwindigkeitsregelanlage, Einparkhilfe hinten und vieles mehr. Interessant die Ermüdungserkennung: Ein Pieps, dann eine Anzeige: „Wir haben erkannt, dass sie müde sind. Legen sie bitte eine Pause ein.“ Ja, dem sind wir auch mal bei einer Autobahntour gefolgt.



Schick, alles im Blick und Griff. Müdigkeitswarner meldet sich selbst.


Flott und verbrauchsgünstig
„Was hat der denn unter der Haube?“, fragte so mancher, angesichts des sportlichen Outfits des Kandidaten. „Nein, keine 200 PS“, die Antwort. Vielmehr besorgte im Testwagen ein moderner Dreizylinder-EcoTSI-Benziner -  ein Liter Hubraum, 110 PS und locker zu bedienende, knackige Sechsgangschaltung - den Antrieb. Äußerst agil das Motörchen, das bei Gastritt auch bei höheren Drehzahlen noch gut zu Potte geht und selbst hinter Kehren, angesichts des Hubraums kaum erwartet, wieder flott auf Tempo kommt. Das hohe Drehmoment von 200 Newtonmetern (Nm) macht's möglich. Im dritten Gang spurtete der kleine Spanier im Testschnitt in nur 5,4 Sekunden von 60 auf 100 km/h und im fünften in unter elf Sekunden von 80 auf 120 km/h. Mit 9,9 Sekunden verfehlten wir den Werkswert für den 0-auf-100-Sprint nur knapp. Die Spitze ist mit 197 km/h angegeben. So kann man durchaus sportlich unterwegs sein.
Das gilt auch fürs Fahrwerk. Mit einem Schalter ließ sich der Fronttriebler von – angenehm gefedert - Komfort auf die härtere Einstellung Sport umstellen, die wir für schnelle Autobahn- und Kurvenfahrten nutzten. Aber hallo, da gab es auch bei 190 km/h satte Straßenlage, Von unserem Teststandort hatten wir uns zig Passstraßen vor die Brust genommen. Ergebnis: Kurven und Kehren konnten wir astrein im Eiltempo abhaken. Ein Lob auch der Lenkung, die jederzeit Rückmeldung liefert.
Angesichts des Leistungsvermögens war der Verbrauch erfreulich, wobei wir auch vom einfach funktionierenden Start-Stop-System Gebrauch machten, wenn es sich anbot. Die Einspritzanlage holte sich b 4,9 Liter pro 100 Kilometer auf Landstraßen sowie im Gesamtschnitt um die sechs Liter, bei gemischter Fahrweise Ort, Autobahn, Land- und Bergstraßen sogar 5,2 Liter. Da muss man nicht meckern. So sagte es ein junger Gucker: „Das Teil sieht doch echt heiß aus!“ Ja, es fuhr sich auch klasse.
Fazit: Gut gelungen, der neue Ibiza. Man fühlt sich im Innenraum wohl. Der kleine Benzinmotor geht gut zur Sache und war nach unserem Verständnis sparsam. Der Test-FR liegt astrein auf der Straße und kommt im sportlichen Look daher. Für den Seat gibt es verschiedene Benzin- und Diesel-Motorisierungen, außerdem stehen mehrere Versionen zur Auswahl.  (Presseweller)

Einige Technische Daten*
Motor: 999 ccm, 110 PS (81 kW) bei 5000 – 5500 / U-min.; höchstes Drehmoment 200 Nm bei 2000 – 3500 U/min, 0 – 100 km/h 9,2 Sekunden, Spitze 197 km/h.
Verbrauch und CO2-Ausstoß kombiniert: 4,3 l/ 100 km; 99 g/ km, Effizienklasse B.
Maße in m: L x B x H 4,082 x 1,693 x 1,441

*Laut Hersteller/ Importeur für das FR-Modell


Hinweis: Alle Daten beziehen sich auf den Zeitraum des Tests. Zwischenzeitliche Änderungen sind hinsichtlich der Daten, des Stylings, der Ausstattung und evtl. angegebener Preise möglich. Die Testfahrzeuge werden uns von deutschen Herstellern oder Importeuren auf dem deutschen Markt zur Verfügung gestellt. Daher beziehen sich alle Angaben, Daten, Preise, soweit angegeben, auf den deutschen Markt. In anderen Ländern kann es andere Bezeichnungen, Ausstattungen, Spezifikationen und Preise geben. Irrtum bleibt in allen Fällen vorbehalten. Bei Interesse sollte man sich bei Händlern vor Ort oder in der Region informieren oder auf der Seat-Internetseite.

Für Redaktionen: Auf Wunsch senden wir Ihnen per Mail den Text mit einem Foto honorarfrei. Für weitere Fotos bitte anfragen. 

Zu Presseweller: Seit über 30 Jahren Veröffentlichungen von Autotests, vom Kleinstwagen bis zur ausgewachsenen Limousine, vom Sportwagen bis zum SUV. Jeden Monat "Auto-Notizen" zu Aktuellem sowie Herausgabe des Praxis-Autotest-Reports. http://www.presseweller.de

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Geräumig und sparsam: Praxistest Seat Ibiza ST


Der Seat Ibiza ST gefällt mit seinem dynamischen Styling. (Alle Fotos (c): presseweller)

Der 1,6-er Seat TDI CR in Kombiversion


Oktober 2014. (Dialog/jw). Ibiza, der Name klingt nach „Sommer, Sonne und Meer“. Das gleichnamige Seat-Modell vermittelt Freude am Fahren. Wir nahmen es in der Kombiausführung ST mit 1,6-Liter-TDI-Dieselmotor im September bei Sonnenschein unter die Testlupe. Das schon hier: Der Spanier, außen in freundlichem hellem Blau, zeigte sich ebenfalls von seiner sonnigen Seite.

Kandidat war genau die Kombiversion Ibiza ST I-Tech, 1,6 TDI CR. Mit seinem unaufdringlich-schicken Styling wusste er zu gefallen. Hinter den kompakten Maßen von gut 4,23 Meter mal 1,69 Metern verbirgt sich ein ansehnlicher undsauber verarbeiteter Innenraum, der vorne und hinten den
Passagieren gute Platzverhältnisse mit ausreichender Beinfreiheit bietet. Verschiedene Ablagen und Becherhalter sind an Bord. Richtig klasse ist das sehr gut zugängliche, flache, mit kaum merklicher Ladekante erreichbare Gepäckabteil. So wünschten wir es uns öfter! Ob Reisegepäck oder Großeinkauf: Im Laderaum lässt sich locker so einiges verstauen. Den„Technischen Daten“ nach schluckt das Gepäckabteil 430 Liter und kann je nach Stellung der Rücksitze bis auf 1146 Liter erweitert werden.


Gut zugänglich und groß: der Laderaum.
Der Fahrer hat alle Instrumente im Blick und die Schalter zur Hand. Die Vordersitze boten guten Seitenhalt und waren bequem genug, auch längere Testpassagen problemlos zu absolvieren. Der Testwagen hatte neben anderem Tempomat, Fernbedienung für Radio und Co. über Lenkradhebel – da gibt es heute oft auch gut handhabbare lenkrad-integrierte Versionen – Bordcomputer und Klimaanlage an Bord. Die elektrischen Fensterheber waren für vorn und hinten mit Automatik
ausgestattet, die Außenspiegel elektrisch einstell- und anklappbar. Akustisch gab sich der Ibiza angenehm zurückhaltend.


Aufgeräumtes Cockpit, alles im Blick.

Zur Sicherheit waren zwei Frontairbags und Kopf-Thorax-Airbags vorne an Bord, elektronische Stabilitätskontrolle, Bremsassistent, Berganfahrhilfe sowie natürlich ABS und anderes.

Sparsam unterwegs

Den Antrieb besorgte die 1,6-Liter-Turbodieselmaschine, die bei 4400 Touren 105 PS (77 kW) generiert. Das höchste Drehmoment von 250 Newtonmetern (Nm) liegt bereits ab1500 und bis 2500 Touren – spürbar – an. Der Ibiza kommt schon relativ früh zur Sache, was sich auch bei Steigungsstrecken auszahlt. Der Tacho wandert auf der Bahn locker auf 180 und weiter, angegebene Spitze 188 km/ h. Den 0-auf-100-Sprint stoppten wir im Testmittel in knapp 10,8 Sekunden (Werksangabe 10,9), von 60 auf 100 km/ im dritten Gang vergingen gut 6,1 Sekunden und im lang übersetzten fünften dauerte es rund 14 Sekunden, um von 80 auf 120 km/h zu beschleunigen. Da im fünften Gang bei 50 km/h der Drehzahlmesser gerade mal so um die 1000 Touren zeigt, kann man zwar im Stadtverkehr mitzockeln, aber hier empfiehlt sich schon eher der vierte Gang.

In Sachen Verbrauch gab sich der Ibiza über weite Strecken mit 4,5 Litern pro 100 Kilometer zufrieden, im gesamten Testschnitt waren es um die fünf Liter. Schön sparsam! (Laut EU-Vorgabe Verbrauch kombiniert 4,2l/100 km, CO2-Emission dazu 109 g/km, Effizienzklase B).

Ein properer Kurvenläufer

Das fest abgestimmte, für die Insassen aber komfortable Fahrwerk lies den Seat auch bei Tempo ruhig und problemlos auf der Bahn liegen. Im Normalbetrieb winkte er selbst enge Kurven einfach durch. Unsere schnell angegangenen Kurventests ließen ihn ebenfalls kalt: Er absolvierte wie auf Schienen das Kurvenprogramm. Applaus!

Fazit: Der Seat Ibiza ST 1,6 TDI lässt sich angenehm fahren. Er bietet ordentliche Platzverhältnisse und einen großen, leicht beladbaren Laderaum. Er zeigte sich spritzig, kurvenstark und sparsam. Es stehen verschiedene Motorisierungen zur Auswahl. Wer in dieser Klasse sucht, sollte sich auch einmal den Ibiza anschauen und vielleicht Probe fahren. (presseweller)
Der Test steht auch im online erscheinenden "Praxis-Autotest-Report" Nr. 9, als PDF und zum Blättern aufrufbar über die Seite Auto-Medientexte auf http://www.presseweller.de
Redaktionen bitte zu Text/ Foto anfragen.

Donnerstag, 26. September 2013


Die fließende Linienführung mit sportlichem Touch  gibt dem Seat Leon, hier in der Version Style,  einen ansprechenden Look. Auch die Innenraumgestaltung, unter anderem mit Multifunktionslenkrad,   sagt zu. (Fotos/Montage: presseweller)


Auf zur nächsten Kehre - Der Leon 
1,4 TSI im Praxistest

Der Seat zeigte sich temperamentvoll, sparsam und sehr laufruhig


September 2013. Siegen (Dialog/jw). Auf langen Autobahnstrecken und kurvigen Passstraßen nahmen wir den Seat Leon 1,4 TSI, Version Style, unter die Lupe.  Das äußere Styling mit sportlichem Touch spricht ebenso an wie die Innenraumgestaltung mit ordentlicher Bestuhlung, klarer Instrumentierung und verständlichen Bedienelementen.  Der TSI ließ sich locker fahren und gab sich temperamentvoll im Antritt.

Rund 4,26 Meter Länge und knapp 1,82 Breite bringt die kompakte Limousine ans Maßband. Die Platzverhältnisse gehen auch auf der Rückbank voll in Ordnung, die Ausstaffierung, teils mit Chrom-Applikationen, wirkte qualitativ gut. Der Bestuhlung können wir „langstreckentauglich“ bescheinigen. Das Ladevolumen des Kofferraums steht mit 380 Litern in den Papieren, erweiterbar durch – geteilt mögliches – Umlegen der Rücksitze.  Allerdings stört etwas die Tiefe, sprich die  hohe Ladekante.  Die Techniker haben sehr gute Dämmarbeit geleistet: Der  Seat schnurrt in allen Fahrbereichen ausgesprochen leise vor sich hin.
Die Instrumentierung liegt übersichtlich im Blick, die Schalter waren passend, einschließlich des leicht bedienbaren Tempomats. Mit dem Touchscreen-Monitor sind Radio und Co. einfach zu bedienen. Es gibt verschiedene Ablagen und Becherhalter, der Testwagen hatte auch vorne und hinten eine Mittelarmlehne. Die Ausstattung, von den elektrisch bedienbaren Außenspiegeln und Fensterhebern bis zur Zentralverriegelung ist je nach Version verschieden. Der Kandidat verfügte beispielsweise auch über akustische und optische Einparkhilfe und Klimaautomatik. Er zeigte sogar Tipps zum Spritsparen an, gab Eco-Hinweise, vom sinnvollen Gangwechsel bis zur Aufforderung „Fenster schließen wegen des erhöhten Luftwiderstandes“. Interessant.
Wichtig sind  Fahr- und Insassensicherheit. An Bord sind elektronisches Stabilitätsprogramm mit ABS und Antriebsschlupfregelung sowie Front- und vordere Seitenairbags, das Kopfairbagsystem für vorn und hinten seitlich sowie der Fahrer-Knieairbag.


Flott und in Kurvenlaune
Den Antrieb im Testwagen besorgte der 1,4-Liter-Benzinmotor mit 140 PS (103 kW), der bestens mit dem gut abgestuften und locker schaltbaren Sechsganggetriebe harmonierte – eine moderne, temperamentvolle Maschine.  Das ordentliche Drehmoment von 250 Newtonmetern liegt zwischen 2500 und 3500 Touren an, wobei der Leon aber bereits bei um die 1500 Touren in Fahrlaune kam. So ist beides möglich: schaltfaules Fahren und sehr zügiges Beschleunigen. Die gute Drehmomententwicklung kam gerade auf unseren Passstraßen-Tests mit Kehren und starken Steigungen bis zu 18 Prozent richtig, weil es auch nach der Kehre keinen Durchhänger gibt: zügig weiter.
Die Beschleunigungswerte zeigten sich im Testmittel im sportlichen Bereich.   Den 0-auf-100-Sprint stoppten wir mit 8,7 Sekunden, etwas  oberhalb des Werkswertes von 8,2 Sekunden, die Überholdistanz 60 auf 100 km/h packte der TSI im dritten Gang in gerade einmal 4,4 Sekunden, und  von 80 auf 120 km/h im fünften Gang  ließ er sich nur  8,8 Sekunden Zeit. Auf der Bahn geht die Tachonadel schnell weiter auf 180 und bis deutlich über 200 km/h, angegebene Spitze 211 km/h. Der moderne Motor wusste auch hinsichtlich des Verbrauchs zu gefallen. Teilweise fuhren wir  den Testwagen mit 5,4 Litern pro 100 Kilometer, als Gesamtschnitt ergaben sich rund 6,3 Liter (Kombiwert nach den Papieren 5,2). Das ist ordentlich und zeigt einmal mehr, dass man sich heute auch mit einem Benziner lange Strecken sprit- und kostengünstig „erfahren“ kann.
Durchaus temperamentvoll konnten wir mit dem  Fronttriebler - straff abgestimmtes, aber für die Insassen durchaus angenehmes Fahrwerk  - quasi im Flamenco-Schritt durch Kurven und Kehren tänzeln. Korrekturen waren auf trockener Fahrbahn nicht erforderlich. Bei schnellen Autobahnfahrten signalisierte die satte, ruhige Straßenlage ebenfalls Sicherheit.   
Fazit: Der Seat Leon 1,4 TSI „Style“ zeigte sich agil und kurvenfreudig. Auch für Platzangebot, Fahrverhalten, Laufruhe und Verbrauch können wir Pluspunkte vergeben. Andere Motorisierungen und Versionen stehen Interessenten zur Auswahl, nun auch ein Kombi, der Leon ST.  (presseweller)

Redaktionen: Bitte zu Fotos anfragen. Bei Printabdruck Belegseite erbeten und erforderlich!
Tests auch in unserem Praxis-Autotest-Report wie auch unsere Auto-Notizen über die Webseite http://www.presseweller.de



Samstag, 8. Oktober 2011

Praxis-Test: Seat Leon TDI


Sieht schick aus, der Leon. Foto: DialogPresseweller


Flott gestylt, kräftig und sparsam

Oktober 2011. Siegen (dialog/jw). Er gibt sich temperamentvoll, ist rassig gestylt und ließ sich problemlos fahren, ob Autobahn oder enge Bergstraße: der Seat Leon TDI mit Zweiliter-Turbodiesel-Maschine und Sechsgang-DSG, Doppelkupplungsbetriebe.

Ist der Spanier mit seiner attraktiven Linienführung ein Hingucker, so wissen die Insassen die Laufruhe und guten Platzverhältnisse zu schätzen. Im rund 4,32 Meter langen und 1,77 breiten Fünftürer sind auch längere Touren kein Problem. Durch die stark geschrägte Dachlinie – Fahrzeughöhe knapp 1,46 Meter – ist die Einstiegshöhe gering: beim Einstieg Kopf etwas einziehen. Je nach Rücksitzstellung schluckt das Ladeabteil nach Herstellerangaben ein Volumen zwischen 341 und 1166 Liter. Der Innenraum macht einen angenehmen und sauber verarbeiteten Eindruck. Es gibt verschiedene Ablagen und Becherhalter. Ein Sicherheitspaket mit unter anderem Front- und vorderen Seitenairbags sowie Kopf-Airbagsystem, ABS und elektronischer Stabilitätskontrolle ist an Bord. Die Instrumentierung ist übersichtlich, die Beschalterung bedienungsfreundlich. Manko: Der obere helle Teil des Armaturenbretts spiegelte sich in der Windschutzscheibe.
Zur Serienausstattung des Basismodells gehören unter anderem elektrisch bedienbare Außenspiegel, höhen- und längsverstellbares Lenksäule, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorn und Außentemperaturanzeige. Das Testfahrzeug hatte beispielsweise noch Klimaautomatik, Tempomat, Bordcomputer, Audiosystem mit Lenkradbedienung und Leichtmetallräder.

Fahrspaß inklusive
Im Testfahrzeug werkelte der Zweiliter-Turbodiesel mit 140 PS (103 kW) im Verbund mit dem sechsgängigen Doppelkupplungsgetriebe. Wer will, kann über den Wählhebel oder die Lenkradwippen auch mit der Hand schalten. Aber das muss nicht sein. Bei Passfahrten mit Kehren oder zum sportlichen Fahren nutzten wir lieber die „S“-, also Sportstellung der Automatik. Das DSG schaltet butterweich, so dass man kaum Übergänge spürt, und der Vorschub ist nach dem Abbremsen gleich wieder voll da. Wo es auf der Autobahn möglich war, ließen wir die Tachonadel bis über 200 km/h pendeln, angegebene Spitze 205 km/h. Den Test auf verschiedenen Passstraßen absolvierte der Leon locker und leichtfüßig. Gut gemacht. Dem temperamentvollen Spanier kommen dabei die gute Getriebeabstufung und sein hohes Drehmoment von 320 Newtonmetern zugute, das bereits ab 1750 und bis zu 2500 Touren anliegt. Satte Sache, auch für Zwischenspurts. Im Testschnitt in 5,2 Sekunden von 60 auf 100 km/h und in Getriebestufe 5 in 9,4 Sekunden von 80 auf 120 km/h. Ordentliche Werte, wie auch der Sprint von 0 auf 100 km/h in knapp 9,6 Sekunden (Werksangabe 9,5).
Das gut abgestimmte Fahrwerk des Fronttrieblers sorgt für eine saubere Straßenlage bei schnellen Autobahnfahrten. Kurven jeder Art konnten wir agil angehen.
Schließlich mus bei allem Fahrspaß aber auch der Verbrauch stimmen. Je nach Strecke waren’s mal gut 5,8, mal auch rund 7,0 Liter, im Gesamtschnitt aber gerade einmal 6,5 Liter pro 100 Kilometer (angegebener Normkombiwert 5,3 Liter), und das geht voll in Ordnung.
Fazit: Der Seat Leon ließ sich prima fahren und ging temperamentvoll zur Sache. Er bietet ordentliche Platzverhältnisse, hat eine gute Sicherheitsausstattung und ein astreines Fahrwerk.

Montag, 15. Februar 2010

Geräumiges Kraftpaket im Test : Seat Exeon ST TFSI


Ein flotter Hellblauer nach der längeren Autobahn-Testroute: der praktisch-sportliche Seat Exeon ST, hier als TFSI. Foto: Jürgen Weller

Februar 2010. Siegen (dia). Das dynamische Styling mit tiefer Frontschürze verspricht Sportlichkeit. Aber der Exeon von ST bietet mehr als das: Die Kombilimousine ist praktisch und lässt sich gut fahren. Sicher, in der gefahrenen Version TFSI mit der Zweiliter-Maschine und 200 PS wird er zum flotten Kraftpaket.
Der ST, die Limousine mit Gepäckabteil, vermittelt einen sportlichen Eindruck. Die Passagiere finden recht ordentliche Platzverhältnisse vor, für den Fahrer gibt's ein aufgeräumtes Cockpit. Das sehrgut zugängliche Ladebateil mit Fach im Unterboden ist nach Norm für 442 Liter Gepäckvolumen gut und lässt sich durch - geteiltes - Umlegen der Rücksitze nach Bedarf vergrößern. Das Interieur wirkt ansprechend, wohnlich. Die gut ausgeformten Vordersitze bieten auch in schnell gefahrenen Kurven hohen Seitenhalt. Selbst in der Grundversion "Reference" kann man nicht meckern, weil nahezu alles an Bord ist, von den elektrischen Fensterhebern bis zur Climatronic. Und die können sich Fahrer und Beifahrer noch getrennt einstellen. Man nennt das heute "Zwei-Zonen-Klimaanlage". Die Sound-Anlage mit MP3-Abspielmöglichkeit fehlt ebenfalls nicht. Ablagen und Mittelarmlehnen sowie die noch zurückhaltende Akustik machen das Fahren angenehm.
Wenn auch Komfort wichtig ist, so ist am wichtigsten die Sicherheit: Dafür sind je zwei Front- und vordere Seitenairbags sowie das Kopfairbagsystem serienmäßig, die elektronische Stabilitätskontrolle, ABS sowieso der Bremsassistent. Im Testwagen gab's einige Extras, vom hellen Bi-Xenonlicht mit Kurvenausleuchtung bis zu den Parkhilfesensoren hinten.
Der TFSI mit Frontantrieb und Multilenkerhinterachse liegt astrein auf der Straße und nimmt Kurven problemlos im Laufschritt. Die Grenze, bis die elektronischen Helfer einspringen müssen, ist weit gesteckt. Das fest abgstimmte Fahrwerk hält ihn brav in der Spur. Mit Winterreifen bestückt, konnte er im Test auch seine Traktionsfähigkeit auf glatter Fahrbahn zeigen. Geht in Ordnung!
Geht gut los
In dieser Motorbestückung - 2,0 Liter-Benziner, 200 PS (147 kW), Drehoment 280 Nm bei schon 1.800 Touren - macht der Seat natürlich besonders Spaß. Wenn es auch schon einmal Eilzug-Zuschlag in Sachen Kraftstoffverbrauch geben kann, auf Teilstrecken bis über zehn Liter pro 100 Kilmeter, tat er es bei Landstraßentests auch mit 7,5, und am Ende konstatierten wir im gemischten Testbetrieb 8,8 Liter (Werksangabe 7,6). Angesichts der Leistungsfülle ist das noch tolerierbar. Vor allem dann, wenn man noch die "Turbomärchen" mit den Hochverbräuchen von vor Jahrzehnten liest. Hier wurden Turbos schon hunderttausende Kilometer mit für damalige Verhältnisse sehr normalen Verbrauchszahlen bewegt.
Wenn man will und die Verhältnisse es ausnahmsweise mal zulassen, kann man mit dem TFSI nach Werksangabe mit bis zu 235 Stundenkilometern über die Autobahn rennen. Er ist ruck, zuck auf über 180 km/h. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h ging's im Test mit Wnterreifen in 8,5 Sekunden (Werkswert 7,6), in der Überholdistanz 60 auf 100 km/h im 3. Gang in nur 5,3 und von 80 auf 120 km/h im 5. in 8,3 Sekunden. Sportliche Werte. Das Sechsgang-Schaltgetriebe lässt sich knackig schalten und ist gut abgestuft. Ja, es macht Spaß, dieses Auto zu fahren.
Fazit: Der Seat Exeon ST ist ein geräumiges und gut ausgestattetes Auto, das viele Sicherheitseinrichtungen an Bord hat und sich problemlos fahren lässt. Neben der gefahrenen "Kraftpaket"-Version stehen weitere Motorisierungen, natürlich auch als Diesel, zur Auwahl. Auf ähnlich vergleichbare Modelle bezogen, geht der Preis noch in Ordnung.