Mittwoch, 12. Juni 2013

Gelassen gleiten: Citroen C4 im Praxistest


Ansprechendes Styling, kompakt und viel Platz für die Passagiere, der C4 von Citroen. Der Schalthebel liegt bediengerecht auf der Mittelkonsole.  (Foto: presseweller)

Laufruhige Limousine mit guten Platzverhältnissen


Juni 2013. Siegen (Dialog). In Rot steht er da, genau genommen laut Unterlagen in "Babylone-Rot", der C4 von Citroen. Auch hier detaillierter: Ausführung VTi 120, Ausstattungsversion „Exclusive“. Bereit zum Praxistest über Autobahnen, Landstraßen und im Stadtverkehr, zu Sprintmessungen, flotten Kurvenfahrten und mehr. Die Designer haben gut gearbeitet. Die Karosserie hat Chic. Uns gefällt sie.   

Zuerst einmal Maß und Platz nehmen. Trotz seiner kompakten Außenmaße mit einer Länge und Breite von rund 4,33 mal 1,79 Meter ist der C4 innen ordentlich geräumig. Bei der Vierpersonenbesetzung freuen sich die Hinterbänkler über genügend Beinfreiheit und Bewegungsraum. Man sitzt vorne und hinten auf bequemen Polstern. Der "geradlinige" Kofferraum mit niedriger Ladekante lässt sich gut packen und hat nach Vorgabe ein Fassungsvermögen von  408 Litern. Bei Bedarf lassen sich die  Rücksitzlehnen im Verhältnis zwei Drittel, ein Drittel umlegen. Kompakt, das hat übrigens seine Vorteile bei Parken und Wendigkeit. Wohnlich mit eleganter Anmutung gibt sich der Innenraum. Er ist haptisch ansprechend, Instrumente und Bedienelemente am rechten Platz. Im Testauto haben die Vordersitze noch eine per Knopfdruck bedienbare Lendenwirbelstütze mit Massagefunktion. Mancher wird das bei längeren Strecken zu schätzen wissen. Sehr angenehm: die  zurückhaltende Akustik des Fahrzeugs. Bei Gaspedaldruck gibt's dazu  einen unaufdringlichen sonoren Motorsound. Schön!
Als Sicherheitseinrichtungen sind beispielsweise sechs Airbags, elektronisches Stabilitätsprogramm, ABS, Bremsassistent und Antriebsschlupfregelung bereits bei der Basisversion an Bord, dazu unter anderem elektrisch bedien- und beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorn, Tempomat und Berganfahrhilfe sowie verschiedene Ablage- und Verstaumöglichkeiten, inklusive Becherhaltern.  Der Testkandidat hatte zum Beispiel noch Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, elektronische Einparkhilfe hinten, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Nebelscheinwerfer mit statischem Abbiegelicht, das eTouch-System für Not- und Pannenruf sowie Lokalisierung des Fahrzeugs sowie elektrische Parkbremse. Mittlerweile haben wir die schon häufiger in Testwagen. Wegen uns müsste das aber nicht sein. Ein Sicherheitsmoment und sehr hilfreich ist die „Tote-Winkel-Überwachung“. Eine optische Anzeige meldet, ob ein Fahrzeug im nicht einsehbaren Spiegelbereich neben einem ist.

Gelassenes Fahren
Laufruhe, der Sitzkomfort trotz  fest abgestimmten Fahrwerks, das mit Vorderachse im McPherson-Prinzip und "verformbarem" Querträger hinten für souveräne Straßenlage sorgte, sowie der gut ansprechende Motor ermöglichten gelassenes Fahren auf allen Strecken.  Die 1,6-Liter-Benzinermaschine mit 120 PS (88 kW) war im Testwagen für den Vortrieb zuständig. Das manuelle Fünfganggetriebe ließ sich knackig schalten. Das höchste Drehmoment von 160 Newtonmetern fällt bei 4250 Touren an. Insofern ist wichtig, dass sich der Motor gut hochdrehen lässt. Der fünfte Gang ist relativ lang übersetzt. Das wirkte sich auch bei unserem standardmäßig ermittelten Beschleunigungswert von 80 auf 120 km/h aus: Immerhin rund 19 Sekunden vergingen im Testschnitt. Klar, in der Praxis würde man hier zum Überholen erst in den vierten Gang schalten. Der 60-auf-100 Wert mit 6,9 Sekunden im dritten Gang ging in Ordnung, und beim klassischen Sprint von 0 auf 100 km/h lagen wir etwas oberhalb des Werkswertes von 10,8 Sekunden. Als Spitze sind 193 km/h angegeben. Tachomäßig geht es da leicht an 200 km/h. Angesichts der heutigen Verkehrssituation sind das alles Werte, mit denen man insgesamt sehr zügig unterwegs sein kann, wenn man will. Das zeigte sich auch auf unseren Autobahn-Teststrecken. 
Wir können dem Fronttriebler bescheinigen, dass er bei jedem Tempo und auf den seit Jahren häufiger vorkommenden Holper- und Schlaglochstrecken satt auf der Straße lag.  Er verausgabte sich auch längst nicht bei bewusst schnell angefahrenen Kurven. Auf nasser Straße können bei zu flottem Kurvendrive aber leichte Lastwechselreaktionen auftreten, die sich  stets als leicht beherrschbar zeigten. Ohnehin sind die elektronischen Helferlein an Bord. 
Verbrauchsmäßig wollte der Benziner teilweise 7,1 Liter pro 100 Kilometer haben, im gemischten Testbetrieb im Durchschnitt 7,9. Der Kombiwert ist zwar mit 6,2 Litern angegeben, aber der Testwert ist für uns tolerabel.
Fazit: Der getestete Citroen C4 zeigte sich uns als bequem, ausreichend motorisiert und angenehm laufruhig sowie als kompaktes Fahrzeug mit ordentlichen Platzverhältnissen für die Passagiere.  Andere Benziner- und Dieselaggregate  stehen für den C4 ebenfalls zur Verfügung.  (presseweller)

Hinweis für Redaktionen: Es können verschiedene Fotos (honorarpflichtig) angefordert werden.  
Kürzere und längere Versionen sind ebenfalls möglich. 

Mittwoch, 29. Mai 2013

Nichts Neues: Kraftstoffverbrauch


Bei Schneefahrten und Kälte ist der Verbrauch anders. (Foto: presseweller)


Individuell: Angaben werden immer theoretisch bleiben



29. Mai 2013. Siegen (Dialog/jw). „Autos verbrauchen mehr Kraftstoff, als in den Unterlagen und Datenblättern angegeben ist“, diese nicht neue Erkenntnis hat in diesen Tagen wieder - nach entsprechenden Bewertungen -  ihren Medienauftritt. Ob dazu Untersuchungen notwendig waren, sei einmal dahingestellt. Tatsache ist, dass stets theoretische Werte angegeben wurden und werden. Eine Überlegung hin zu realistischeren Werten, wie auch vorgeschlagen wird, wäre, den seitens der EU abgesegneten Zyklus zu Ermittlung der Daten zu ändern.

Es ist keineswegs neu, dass Kraftfahrzeuge in den meisten Fällen mehr verbrauchen, als in Prospekten und anderem Material angegeben ist. Immerhin wurden die Hersteller bereits vor Jahren verpflichtet, bei allen möglichen Darstellungen Spritverbrauch, CO2-Ausstoß usw. darzustellen. Gegenüber früher hat sich dadurch und daher nach unseren Erfahrungen wenig geändert. Ausgehend vom so genannten Kombi- oder Gesamtwert nach Zyklus ist es auch bei unseren Tests schon immer so, dass dieser Wert in den meisten Fällen überschritten wird – mal mehr, mal weniger. Allerdings gab es auch Ausnahmen. Dabei erreichten wir den Wert oder lagen sogar leicht unterhalb. Wird er überschritten, verwundert das nicht. Schließlich wird der Verbrauch am Prüfstand ermittelt und hat mit der individuellen Praxis nichts zu tun. Das wäre auch so ähnlich, wenn der Verbrauch in tatsächlichen Fahrzyklen ermittelt würde. Die sich dabei ergebenden Werte wären aber sicher praxisnäher, was sicher wünschenswert und zumindest etwas realistischer wäre.

Unseres Erachtens ist ein 100-prozentiger realistischer Wert ohnehin nicht zu erreichen. Schließlich kommt es, wie auch beim Heizmittelverbrauch in Wohnung oder Haus, zu einem bestimmenden Teil auf das individuelle Verhalten an. Dabei spielen beim Kfz neben Tempo, Beschleunigung, Schaltvorgängen, Ausrollverhalten bei Gefälle, Abstellverhalten bei längeren Halts und Fahrstrecke wie mehr Kurzstrecken- statt Langstreckenverkehr ebenfalls das Gewicht – nur Fahrer oder voll besetzt, Gepäck – sowie Zeit der Nutzung von Klimaanlage und Stromverbrauchern, Kälte, Schneefahrbahnen, Reien und und -druck, wichtige Rollen. Das heißt, dass neben den gewissen in einem wie auch immer gearteten Prüfverfahren ermittelten Grundwerten das individuelle Fahrverhalten letztlich ausschlaggebend für den Mehr- oder Minderverbrauch ist. So wird auch mancher, wenn er auf einem nicht tempolimitierten, einem einmal baustellen- und staufreien Autobahnstück fährt, gern auch einmal nicht nur mit 80 oder 120 km/h unterwegs sein wollen und den Mehrverbrauch inkauf nehmen. Schließlich handelt es sich in nahezu allen Bereichen, in denen Verbrauchswert oder Nutzungsdauer angegeben wird, für den Verbraucher um

Vergleichswerte. So wird es wohl auch bei Kraftfahrzeugen sein.

Dienstag, 21. Mai 2013

Auto-Praxistest: Handlich-wendig – Nissan Juke






Weiche Rundungen, kurze Überhänge und ein insgesamt nicht alltägliches Styling: Der Juke, hier in der Version Tekna,  sieht pfiffig aus und lässt sich locker fahren. Foto: Jürgen Weller


Kompakter SUV, Version 1,6 DIG-T mit Allrad und Automatik


21. Mai 2013. Siegen (Dialog/jw). Nach Herstellerangaben ist der Juke, ein Kompakt-SUV oder „Crossover“,  das  zweitbeliebteste Modell von Nissan auf dem europäischen Markt. Bei uns stand zum Praxistest der 1,6 DIG-T, Ausstattungsversion Tekna, auf der Matte. Seine pfiffige Form  mit weich-wulstigen Rundungen und abfallender Dachlinie hebt ihn von der Masse ab. Von der Turbo-Motorisierung her versprach der Kandidat einen kraftvollen Auftritt.

„Ist das ein Zweitürer?“ fragten manche beim Anschauen und waren verblüfft, als wir „Fünftürer“ antworteten. Die seitlichen Hintertüren sind so geschickt in die Karosserie eingearbeitet, dass man sie nicht auf Anhieb erkennt und mit dem Gesamtstyling dazu beiträgt, dass der Juke nicht alltäglich aussieht. Mit den Maßen von gut 4,13 Meter Länge und und über 1,76 Breite ist der SUV kompakt geschneidert und zeigte sich, auch im Stadtverkehr, als wendig und mit gutem Handling. Der Innenraum, einschließlich der Beinfreiheit auf den Rücksitzen, geht in Anbetracht der Außenmaße in Ordnung. Das Interieur des Tekna mit  feinen dunkelgrauen Bezügen und teils mit Chromblenden  wirkte auf uns wohnlich-elegant. Mit übersichtlich angeordneten Instrumenten und gut platzierten Schaltern ließ er sich einfach bedienen und locker fahren.  Das eben zugängliche Ladeabteil packt in der Normalversion nach Norm zwischen 251 und – bei umgelegten Rücksitzlehnen – bis  550 Liter bei Normalbeladung, in der 4x4-Version 506 Liter. Praktisch: Die Rücksitzlehnen lassen sich spielend leicht umklappen, sodass sich eine ebene Ladefläche ergibt. Die Geräuschkulisse ist zurückhaltend. 
   Je zwei Front- und vordere Seitenairbags sowie Kopfairbags, elektronisches Stabilitätsprogramm, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung,  elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Becherhalter, Mittelkonsole sowie eine Radio-CD-Kombination: Dies und anderes gehören zur Basisausstattung. Die gefahrene Tekna-Version bot weitere Annehmlichkeiten, beispielswieise Tempomat, Klimaautomatik,  Navi und Rückfahrkamera. 

Zügig unterwegs

Im 1,6 DIG-T Tekna besorgt ein 1,6er-Benzinmotor mit Turboaufladung und einer Leistung von 190 PS (140 kW) den kraftvollen Vorschub.  Das höchste Drehmoment von 240 Newtonmetern liegt in einem weiten Bereich zwischen 2000 bis 5600 Umdrehungen an. Die auch manuell schaltbare Sechsgangautomatik mit sanften Übergängen und zuschaltbarer Vierradantrieb sind ebenfalls Teil dieser Juke-Version. Das alles steht auch für gelassenes und zügiges Fahren. Den 0-auf-100 Spurt erledigten wir im Testmittel mit 8,8 Sekunden knapp oberhalb des Werkswertes von 8,4 Sekunden, von 60 auf  100 km/h stürmte der Juke auf Gangstufe 3 in nur gut fünf Sekunden, und von 80 auf 120 km/h in der fünften Stufe reichten weniger als zehn Sekunden. Die angegebene Spitze von 200 km/h konnten wir locker erreichen.
Der Turbomotor wollte mit je nach Fahrstecke ab etwa 7,7 Litern pro 100 Kilometer bedient werden. Im Testgesamtschnitt lagen wir mit rund 10,7 Litern deutlich über dem angegebenen Gesamtwert von 7,4 Litern.
Der Nissan lag ruhig und sicher auf der Bahn und ließ sich  zügig durch Kurven treiben, ob im Frontantriebs- oder im Allradmodus – für uns ein souveränes Fahrverhalten.
Fazit: Der Juke-Testwagen ließ sich locker fahren, zeigte sich mit kräftigem Antritt und guter Verarbeitung.  Es stehen verschiedene Versionen und  Motorisierungen, inklusive Diesel, zur Auswahl.

Bei Fotowünschen bitte anfragen über http://www.presseweller.de

Samstag, 11. Mai 2013

Schilder? Was soll's!


 
Verkehrsschilder werden längst nicht immer beachtet, ob Durchfahrtsverbot. Tempo-Begrenzung oder anderes. (Foto: presseweller)

Manches bleibt im Straßenverkehr ohne Beachtung


Mai 2013. Deutschland (Dialog/jw). Auf unseren landesweiten Testfahrten, aber auch vor Ort und in der Region fallen immer wieder Unzulänglichkeiten im Straßenverkehr auf. Bei manchen Kfz-Lenkern scheinen Schilder unbemerkt zu bleiben. Das gilt für Tempobegrenzungen wie für Durchfahrtverbote. Aber auch sonst liegt hier und da einiges im Argen. 
Angesichts der vielen Fahrschulstunden, die bei manchen über 20 hinausgehen und kaum vergleichbar mit den in den 60er-Jahren sind, als teils noch maximal zwölf genügten, sollte man meinen, alle wären auf dem aktuellen Stand. So werden die Nachlässigkeiten im Straßenverkehr wohl auch weniger darauf, als mehr auf Oberflächlichkeit oder das "Nichtdaranhalten" zurückzuführen sein. Ein paar Beispiele. 

Autobahnbaustelle, Tempo 60. Der LKW hängt fast an der Stoßstange. Dem Fahrer geht’s wohl zu langsam. Er unterstreicht seinen Vorwärtsdrang noch durch Hupen. Bei der Tempo-80-Beschilderung auf de Autobahn wegen "Fahrbahnschäden" geht der Reisebus gleich auf Überholspur. Schließlich weist ihn auch ein „Tempo-100-Schild“ aus. Na also! Insgesamt halten sich bei unserer Fahrt nur wenige an die 60-Begrenzung, bei 80, ob in Baustellen oder auf freier Bahn, sieht es ähnlich aus. Bei anderen Tempobegrenzungen auf der Autobahn ist die Einschränkung für den Auto- und Motorradfahrer teils auch kaum nachvollziehbar, wie zum Beispiel im rot-grün regierten Bremen die 120-Regelung. Andere generelle Begrenzungen, zum Beispiel nur tagsüber, wohl für starken Verkehr gedacht, sind nicht verkehrsbezogen. Das heißt, dass man auch bei Verkehrsflaute langsam fahren muss.Klar, die Beschilderung hat trotzdem Gültigkeit, auch wenn die so genannte "automatische" Hinweisbeschilderung noch eine Tempoeinschränkung bei Nässe meldet, obwohl die Straße längst wieder trocken ist. Solche Unzulänglichkeiten wird man hinnnehmen müssen. 
Tempo-30-Zonen in Wohngebieten übersehen manche ebenfalls, schließlich hat man's eilig. Das gilt leider auch im Bereich von Kindergärten und Schulen, nicht selten sind die Eltern selbst nicht unbeteiligt, obwohl sie sicher im Vorhinein für eine Tempobegrenzung zum Schutze der Kinder plädiert hätten.
Steht das Schild „Durchfahrt verboten“ an einer Verbindungsstraße, und ist man ortskundig, scheint es für die einen und anderen das Schild gar nicht zu geben. Schließlich spart man sich durch die direkte Verbindung einen Umweg. Geht schneller so. Interessanterweise ist solches Verhalten ebenfalls auch bei Kindergärten und anderen frequentierten Einrichtungen täglich zigmal zu sehen: kurze Querverbindung nutzen. Beschilderung? Was soll's! Dabei muss es in einigen Fällen auch noch recht schnell durchgehen, obwohl im 30er-Zonen-Gebiet. Anliegerstraßen werden so zu stark frequentierten Durchgangsstraßen, die Beschilderungen zum Witz, zumal kaum kontrolliert wird – eben anders als beim Parken in der Stadt, wo die "Ordnungskräfte zur Überwachung des ruhenden Verkehrs" ständig schauen, ob jemand den Parkautomaten nicht bedient oder die Zeit überzogen hat.

Blinken und Parken

Beim Blinken hat sich nach unserer vergangenen Umschau bis heute nicht viel geändert. Ob beim Abbiegen oder Anhalten, der Auffahrt auf den straßenseitigen Parkstreifen oder bei der Kreiselausfahrt: Der leichte Fingerklick auf den Blinkerhebel scheint so manchen zu mühsam zu sein oder wird schlicht vergessen. Es wird kaum bedacht, dass es durch das Nichtblinken zu kritischen Situationen kommen kann.
Parken bleibt ebenfalls ein Thema. Mal abgesehen von kosten- oder seltener parkscheibenpflichtigen Parkplätzen und -streifen, nehmen es einige Autofahrer nicht so genau, wo sie parken. Deshalb sind wohl Autos in Kurven und auch noch auf engen Straßen, direkt hinter oder vor Ampeln, direkt an der Einmündung einer anderen Straße oder knapp dahinter abgestellt, manchmal parkt man trotz enger Straße gegenüber einer Einfahrt oder Garage, und seltener wird auch der Behindertenparkplatz mal genutzt, weil man ja nur schnell etwas erledigen will. Wenn auch solches Parkverhalten wie vor von anderen Autofahrern meist noch hinnehmbar ist, erfordert es für sie dennoch Umsicht. Und gerade bei Behindertenparkplätzen ist es so, dass Menschen mit Behinderungen diese Plätze und vor allem auch Bewegungsraum brauchen, um gegebenenfalls Gehwagen oder Rolli ausladen zu können.  
Diese Hinweise heißen aber nicht, dass man sich nicht auch selbst hier und da dabei erwischt, das Gaspedal nicht rechtzeitig gelupft oder  besser woanders geparkt zu haben. 

Mittwoch, 27. März 2013

Im Praxistest: Hyundai i30 cw




Pfiffig gestylt, der i30 cw, die Kombilimousine von Hyundai. Für Passagiere und Gepäck gibt’s viel Platz, das Interieur ist wohnlich.                                                        (Foto: presseweller)

 Der geräumige Kombi konnte überzeugen

 27. März 2013. Siegen (Dialog). Ein attraktives Styling hat Hyundai dem i30 cw, der Kombiversion, mit auf den Weg gegeben. Testkandidat war die Dieselversion 1,6 CRDi in der Ausstattungsvariante „Style“ mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Das Auto hat Pfiff, ist  geräumig und antrittsstark.

Mit ansprechender Linienführung und wohnlich gestalteten Innenraum weckte der Kombi Sympathie. Die Platzverhältnisse im knapp 4,49 Meter langen und 1,78 breiten Hyundai sind vorne und auf der Rückbank gut, das eben zugängliche  Ladeabteil fasst nach Norm satte 528 Liter und lässt sich durch Umlegen der Sitze bis auf 1642 Liter vergrößern. Das ist ordentlich.  Die Instrumentenanzeigen liegen gut im Blick Ganz zurückhaltend gibt sich die Akustik. Der Diesel ist nur kaum wahrnehmbar, und auch Wind- und Fahrgeräusche werden gut ausgebremst. Bereits in der Basisversion sind in Sachen Sicherheit beispielsweise sechs Airbags und elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Traktionskontrolle und Bremsassistent an Bord. Zum Komfort tragen unter anderem Klimaanlage, Becher- und Flaschenhalter, Bordcomputer und CD-Radio bei. Der Testwagen, Version Style, punktete auch mit Sitzheizung, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, schlüsselloser Bedienung – bei Annäherung ans Auto klappen bei entsprechender Einstellung schon einmal die Außenspiegel aus -, Start-Stopp-Knopf, Tempomat – immer wieder praktisch bei den mittlerweile vielen Tempobegrenzungen auf der Autobahn -, Einparkhilfe, zusätzlichem Knie-Airbag auf der Fahrerseite und vielem mehr. So konnten wir gelassen und komfortabel den Test angehen.

Flott „in Fahrt“
Der Kandidat kam mit dem modernen 1,6-Liter-Dieselaggregat, Leistung 128 PS (94 kW), gut zurecht. Das Sechsganggetriebe lässt sich locker schalten. Das höchste Drehmoment von 260 Newtonmetern kommt zwischen 1900 und 2750 Touren zur Sache und sorgt so auch in Überholdistanzen für ordentliche Beschleunigung: Im Schnitt unserer Testreihen preschte der Kombi im dritten Gang in nur 5,6 Sekunden von 60 auf 100 km/h, und in nur 10,4 Sekunden im fünften Gang  von 80 auf 120 km/h. Obligatorisch, der 0-auf-100-Sprint: In 10,4 Sekunden abgehakt, Werksangabe 11,2 Sekunden. Als Spitze sind 193 km/h angegeben. In Sachen Verbrauch ging es mit dem winterbereiften i30 cw auch mal mit 5,5 Litern pro 100 Kilometer aus, aber insgesamt  wollte der  i30 cw  6,8 Liter haben, über dem angegeben Norm-Kombiwert von 4,5 Litern. Kälte und Kurzstreckenfahrten werden dabei auch eine Rolle gespielt haben. 
Der fahrwerksmäßig fest abgestimmte Fronttriebler, ringsum Einzelradaufhängung und Stabis sowie neben den anderen Helfern auch mit fahrdynamischem Stabilitätsmanagement-System bestückt, zeigte sich kurvenwillig. Es machte geradezu Spaß, kurvenreiche Landstraßen unter die Räder zu nehmen. Kurz, er ließ  sich ausgesprochen flott durch Kurven treiben und neigte selbst auf nassem Untergrund und bei provozierten Lastwechseln kaum zum Verschieben. Auch bei Tempo auf der Bahn zeigte er eine souveräne Lage, wobei bei kurz folgenden Bodenwellen ein leichtes Stuckern auftrat. Insgesamt vermittelte er ein sehr sicheres Fahrgefühl.
Fazit: Der Hyundai i30 cw/Kombi 1,6 CRDi Style punktete mit Laufruhe, guten Platzverhältnissen, flottem Antritt und sehr sicher wirkendem Fahrverhalten. Bei Vergleichen sind auch der Preis und die langjährige Garantie ins Kalkül zu ziehen. Es stehen verschiedene Benziner- und Diesel-Motorisierungen und Ausstattungsversionen zur Wahl. (presseweller)

Fotos: Bei Print- oder Webabdrucken bitte über die Webseite presseweller.de anfragen.
Auto-Notizen allgemein auch auf http://www.presseweller.de

Samstag, 9. Februar 2013

Geht gut los, der Chevi: Praxistest




Er ist gut gestylt, gibt eine dynamische Figur ab und bietet einen großzügigen Innenraum, der Cruze Station Wagon von Chevrolet. (Foto: presseweller)

Der Cruze Station Wagon ist laufruhig und geräumig


Februar 2013. Siegen (Dialog). Chevrolet-Emblem im großen Frontgrill, geschwungene, nach hinten abfallende Dachlinie: Der Cruze Station Wagon, also die Kombiversion, ist optisch ansprechend, wirkt dynamisch und groß. Mit dem LT+ Diesel mit manuellem Sechsgang-Getriebe hatten wir es gut erwischt, mit den Frostkeller-Temperaturen weniger gut. Wie flott der Chevi zur Sache ging, hat uns positiv überrascht.

Mit seinen Maßen, gut 4,68 Meter lang und knapp 1,80 breit, sowie dem gelungen Karosseriestyling stimmt der optische Eindruck. Der Station Wagon ist geräumig und hatte ein wohnliches Ambiente. Man sitzt ordentlich und die Beinfreiheit für die Hinterbänkler geht klaglos in Ordnung. Das leicht beladbare Gepäckabteil hat nach Norm und je nach Rücksitzstellung ein Volumen von 500 bis 1479 Litern. Da passt schon ordentlich was rein. Bereits in der Basisversion ist manches Nützliche an Bord,  der Testwagen hatte zum Beispiel auch Klimaautomatik, Navi, Tempomat, akustische und optische  Einparkhilfe hinten. Das ist hilfreich, weil  die Sicht nach hinten seitlich durch die breiten Säulen doch etwas eingeschränkt ist. Mittelkonsolen vorne und hinten, Flaschen- und Becherhalter sowie Ablagefächer und -taschen sind praktisch und gut nutzbar. Die Armaturen liegen im Blick. Bei den Frosttemperaturen brauchte die Heizung allerdings etwas lange, um den Innenraum aufzuwärmen. Nach der Aufwärmzeit heizte sie einwandfrei kräftig ein. Die zurückhaltende Akustik, schön leise, trug zum angenehmen Fahrgefühl bei.
In Sachen Sicherheitsausstattung punktete der Chevi beispielsweise mit sechs Airbags, elektronischer Stabilitätskontrolle, Traktionskontrolle, ABS und Bremsassistent.  In Ordnung.

Kraftvoll aus niedriger Drehzahl

Der Kombi-Cruze lag auch bei Tempo satt auf der Straße und sammelte durch sein Kurvenverhalten Pluspunkte. Der Fronttriebler mit McPerson-Achse vorne und Verbundlenkersystem hinten  ließ sich sauber dirigieren. Die nur geringen Lastwechselreaktionen auf nasser Fahrbahn waren überschaubar und wurden ohnehin von den elektronischen Helfern gleich korrigiert.
Der 1,7-Liter-Dieselmotor mit 130 PS (96 kW) bei 4000 Touren wusste zu überzeugen. Da steht auch das kraftvolle Drehmoment von 300 Newtonmetern für, das bei 2000 Touren anfällt. Aber bereits kurz über 1600 Touren gibt's guten Vortrieb. Der deutliche Schub bringt Fahrlaune und verdeutlichtete sich auch  im Durchschnitt unserer Beschleunigungstestwerte im mittleren Bereich: Im dritten Gang stürmte der Chevrolet in  5,3 Sekunden von 60 auf 100 km/h und spurtete im fünften in lediglich 9,5 Sekunden von 80 auf 120 km/h. Das kann sich sehen lassen. Im Test erreichten wir auch spielend den 0-auf-100-Werkswert von 10,4 Sekunden. Als Spitze sind 200 km/h angegeben. 
Verbrauchsmäßig ergaben sich im Test teils 5,2, im Schnitt aber – aufgrund der Eiskaltwitterung mit vielen Kurzstreckenfahrten - knapp 7,0 Liter pro 100 Kilometer. Der Verbrauchs-Kombiwert ist mit 4,5 Litern angegeben.
Fazit: Der Cruze Station Wagon LS+ Diesel von Chevrolet ist gut ausgestattet und geräumig, was Passagieren und Gepäck zugute kommt. Er ist angenehm laufruhig und erfreute mit seinem kräftigen Antritt. Es verstehen verschiedene Benzin- und Dieselmotorisierungen zur Auswahl. Wer sich für einen Kombi interessiert, sollte mal einen Preisvergleich mit ähnlichen Modellen machen. (presseweller)

*Seit über 30 Jahren schreibt und veröffentlicht presseweller Praxis-Autotests von Fahrzeugen zahlreicher Marken, vom Kleinwagen bis zu Limousinen und von Kombis bis zu Sportwagen.

*Für Abdruck in Printmedien sowie weitere Fotos bitte anfragen.

Freitag, 11. Januar 2013

Auto-Praxistest: Kia Cee'd Sportswagon


Der Cee'd Sportswagon macht eine gute Figur. (Foto: Dialog/jw)

Version 1,6 CRDi Spirit / Reichlich Platz 


Januar 2013. Siegen (Dialog). Kia hat 2012 wieder ein erfolgreiches Jahr mit Pluszahlen hinter sich, und der Cee’d ist in der Palette einer der erfolgreichsten, ein Mittelklasseauto, das sich richtig gut fahren lässt. Die Kombiversion heißt „Sportswagon“. Als 1,6 CRDi in der üppigsten Ausstattunsversion „Spirit“ sollte er im Praxistest zeigen, was er drauf hat. 

Kia-Tests sind für uns nicht neu. Die Entwicklung auf dem deutschen Markt haben wir einigermaßen miterlebt, und von den Anfängen weg hat sich einiges getan. Der Cee’d Sportswagon sieht attraktiv aus und gibt sich innen ganz wohnlich. Sein komfortables Ambiente wird durch die hohe Laufruhe unterstrichen. Das Testauto 1,6 CRDi EcoDynamics in der höchsten Version „Spirit“ glänzte mit kompletter Ausstattung, neben allem Üblichem wie elektrischen Fensterhebern und Co. auch mit der sehr angenehmen Lenkradheizung, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, Tempomat, Start-Stopp-Funktion, akustischer und bildlicher Einparkhilfe sowie elektrisch anklappbaren Außenspiegeln. Das Dieselaggregat hatte einen Zuheizer. Die Heizung sprach erfreulicherweise schnell an. Das war wichtig, weil das winterbereifte Auto mit  an den eiskalten und teils verschneiten Dezembertagen gefahren wurde.
Der Kia lässt sich einfach beladen, weil er so gut wie keine Ladekante hat. Gut gemacht. Klar, verschiedene Ablagen und Becherhalter sind auch an Bord. Der über 4,50 Meter und 1,78 breite Cee’d Sportswagon bietet den Insassen reichlich Platz, was auch für das Gepäckabteil gilt. Es hat nach VDA-Norm ein Volumen  zwischen 528 und 1624 Liter - auch fürs große Reisegepäck genug.  Selten, aber praktisch: Der Lenkradkraftaufwand konnte verstellt werden: mal ganz leicht zum Einparken, bis zu fester und direkt für die Strecke.
Bei der Ausstattung punkten die Sicherheitseinrichtungen, unter anderem mit sechs Airbags, elektronischem Stabilitätsprogramm mit Traktionskontrolle, Gegenlenkunterstützung, ABS und Berganfahrhilfe. Schon die Basisausstattung hat neben anderem Gepäckraumabdeckung und –trennnetz, Dachreling, in Höhe und Tiefe verstellbares Lenkrad, 12-Volt-Steckdose im Gepäckraum und vorn in der Konsole, Mittelarmlehne vorn mit Fach, asymmetrisch geteilte Rücksitzbank , elektrische Fensterheber vorn und elektrische Außenspiegeleinstellung, Bordcomputer und sogar ein CD-Radio.  Eine Klimaanlage gibt es allerdings erst ab der nächsten Version „Edition 7“. Es können auch Ausstattungspakete geordert werden. Der Listenpreis für die Basisversion des Sportwagon wurde im Dezember 2012 mit ab 15.690 Euro, für die Spiritversion ab 20.590 Euro angegeben.

Guter Durchzug: Turbodiesel

Für den Antrieb war beim Testkandidaten die 1,6-Liter-Turbo-Dieselmaschine mit 128 PS (94 kW) zuständig. Das Drehmoment von 260 Newtonmetern ist zwischen 1900 und 2750 Umdrehungen zur Stelle und sorgt für kräftigen Durchzug. Das Sechsganggetriebe lässt sich exakt schalten. Im Stadtverkehr ist eher der fünfte Gang ratsam, im sechsten kann man nur noch so gerade eben mitrollen. Die Durchzugsstärke zeigt sich bei Zwischenspurts: im Testmittel in nur  5,4 Sekunden im dritten Gang von 60 auf 100 km/h und in 10,4 von 80 auf 120 km/h im fünften. Ordentlich. Im 0-auf-100-Sprint konnten wir die Werksangabe, 11,2 Sekunden, locker bestätigen. Die Spitze ist mit 193 km/h angegeben. Auch durch Winterreifen, Kälte und Kurzstreckenfahrten bedingt, war der „Durst“ allerdings nicht zurückhaltend. Obwohl  auch mal um die 5,3 Liter pro 100 Kilometer reichten, lag der Durchschnittsverbrauch doch sehr deutlich über dem angegeben Kombiverbrauch von nur 4,4 Litern.
Straßen- und Kurvenlage zeigten sich astrein. Die Seitenneigung ist minimal. Die elektronischen Helfer sprechen rechtzeitig an, wenn es erforderlich ist. So waren hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich. Selbst auf nasser Straße waren kaum Untersteuern und Lastwechselreaktionen bemerkbar. Der Cee’d vermittelte uns auf der Autobahn und auf unseren Kurventouren ein sehr sicheres Gefühl.
Fazit: Der Kia Cee’d Sportswagon 1,6 CRDi, Spirit, war ein angenehmer, laufruhiger  und sehr gut ausgestatteter Begleiter mit "Platz satt". Er bot ordentliche Fahrwerte und zeigte sich als standfest in Kurven. presseweller