Mittwoch, 21. August 2013

Wunderbar verwandelbar: Praxistest Mazda 5



Schickes Design, großzügiger, vielfach verwandelbarer Innenraum: Mazda 5, hier in der Version Sports-Line. (Fotos/Montage: presseweller)


Kompakt-Van mit praktischen seitlichen Schiebetüren


August 2013. (Dialog). Fließende Linien mit wellenartigen Flankenansichten, basierend auf der „Nagare-Formensprache“, sportives Design: Der Mazda 5, im Test in der Version 1 ,6 MZ-CD Sports-Line mit Turbodieselmotor, macht was her. Im Innenraum überzeugt der Kompakt-Van durch großzügige Platzverhältnisse und Verwandelbarkeit.

Der Mazda-Van, knapp 4,59 Meter lang, 1,75 breit und rund 1,62 Meter hoch, ist eine stattliche Erscheinung. Das Design gefällt. So richtig praktisch sind die weit öffnenden seitlichen Schiebetüren für den hinteren Fahrgastraum, die im Testauto in der Version „Sports-Line“ elektrisch, einfach per Knopfdruck, bedient wurden. Auf den häufig engen Parkpätzen lernt man das schnell zu schätzen. Für die Passagiere gibt’s reichlich Platz, wobei sich auch noch zwei Sitze im großen Heck aktivieren und sich einfach mit einem Handgriff  aufstellen lassen. Auch das Umlegen der Rücksitzlehnen geht locker von der Hand, sodass der Innenraum – mit noch vielen weiteren Funktionen des durchdachten Sitz- und Verstausystems - variabel, je nach Bedarf, aufgeteilt werden kann – mal mit viel Platz für die Familie, mal ideal, um das eine oder andere zu transportieren oder mit auf die Reise zunehmen. Ist die dritte Sitzreihe aufgestellt, fasst das Ladeabteil  allerdings nur 112 Liter, ansonsten bietet der ebene Kofferraum je nach Sitzstellung und Ladehöhe ein Norm-Volumen von 426 bis 1597 Liter.
Mit gut ablesbaren Instrumenten und Schaltern am richtigen Fleck lässt sich der Mazda 5 einfach bedienen. Das vertikal und axial verstellbare Lenkrad sowie die Sitzhöhenverstellung für den Fahrer lassen schnell die passende Sitzposition finden. Als praktisch empfanden wir auch die für Fahrer und Beifahrer einzeln ausklappbaren Armlehnen in der Mitte. Die Akustik war insgesamt gesehen zurückhaltend. An Bord sind Becher-, Flaschenhalter und Ablagen. Bereits die Basisausstattung „Prime-Line“ bietet beispielsweise Klimaanlage, elektrische Fensterheber sowie elektrisch einstellbare, anklappbare und beheizbare Außenspiegel. Der Testwagen war unter anderem noch mit Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, Rückfahrkamera und vielem mehr ausgestattet. Komfortabel. Zur Insassensicherheit tragen die zwei Front- und vorderen Seitenairbags sowie die seitlichen Kopf-/Schulter-Airbags, die auch die dritte Sitzreihe einschließen, und anderes mehr bei. Für die Fahrsicherheit sind beispielsweise dynamische Stabilitätskontrolle mit Traktionskontrollsystem, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent an Bord. 

Lässt sich locker fahren
Der  1,6-Liter-Turbodieselmotor, der 115 PS (85 kW) leistet, ist mit dem gut schaltbaren  Sechsganggetriebe kombiniert.  Das  höchste Drehmoment von 270 Newtonmetern ist zwischen 1750 und 2500 Touren angesagt. So geht es schon aus unteren Drehzahlbereichen ordentlich voran.  Den Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h im dritten Gang absolvierte der Kandidat im Testschnitt in 6,6 Sekunden und von 80  auf 120 km/h im fünften Gang vergingen rund 10,4 Sekunden. Sauber.  Den 0-auf-100-Sprint hakten wir in 12,6 Sekunden (Werkswert 13,7) ab. Die  angegebene Spitze von 180 km/h erreichten wir mühelos. Der Van lag auch bei hohem Tempo adrett auf der Straße. Der Fronttriebler mit McPherson-Achse vorne und Multilenker-Konstruktion hinten nahm Kurven ordentlich unter die Räder. Allerdings wollten wir und sollte man nicht Fahrzeuge mit höherem Aufbau zum Slalomkünstler nötigen.  Mit dem Gesamt-Testverbrauch von knapp 6,7 Litern pro 100 Kilometer waren wir zufrieden, wobei der Norm-Kombiwert aber mit lediglich 5,2 Litern angegeben ist, den wir auch auf Einzelpassagen nicht erreichen konnten. Für ein stattliches, geräumiges Auto halten wir den gefahrenen Wert dennoch für passabel. 
Fazit: Der Mazda 5 ließ sich gut fahren und erwies sich insgesamt als angenehmer Testbegleiter. Andere Motor- und Ausstattungsversionen stehen zur Auswahl. Der Kandidat punktete mit seinen Schiebetüren, den großzügigen, familiengerechten  Platzverhältnissen und der Innenraumvariabilität, er war eben wunderbar verwandelbar. (presseweller)

Mittwoch, 24. Juli 2013

Praxistest: Sportlimousine Lancer



Das Profil des Lancer zeigt "klare Kante". (Foto: Jürgen Weller)

Laufruhiger, geräumiger und sparsamer Mitsubishi


Juli 2013. Siegen (Dialog). Vieles in Sachen Sicherheit und Komfort ist serienmäßig an Bord, Extras halten sich in Grenzen. Die Sportlimousine Lancer von Mitsubishi nahmen wir in der Version 1,8 DI-D ClearTec unter die Lupe. 

Die weitgehend schnörkellose doch je nach Blickwinkel sportlich-dynamisch wirkende Karosserie  des 4,57 langen und 1,76 Meter breiten Lancer, eine Stufenhecklimousine, spricht an.  Übersichtliche Instrumentierung sowie gut erreich- und bedienbare Beschalterung, inklusive des Multifunktionslenkrads, bringen Punkte.  Es gibt diverse Ablagemöglichkeiten und Becherhalter vorne und hinten. Seit Jahrzehnten Mitsubishis unter die Räder genommen, zeigt sich auch hier saubere Verarbeitung.  Innen ein wohnliches Interieur, bei dem teils Klavierlackoptik glänzte. Die  Sitze sind bequem und bieten auf den Vorderplätzen guten Seitenhalt. Für die Fondpassagiere gibt’s ordentliche Knie- und Beinfreiheit. Der Kofferraum, etwas zerklüftet gestaltet, packt nach Norm 400 Liter, die Rücksitzlehnen lassen sich geteilt, 40 zu 60, umlegen. Die Kofferraumöffnung ist uns allerdings deutlich zu knapp bemessen. Der Viertürer hatte serienmäßig schon nahezu alles an Bord, von elektrischen Fensterhebern bis zur Sitzheizung vorn und von der wirkungsvollen Klimaautomatik bis zur Radio-CD-MP3-Kombination mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Ebenfalls dabei waren beispielsweise Licht- und Regensensor, Kurvenlicht, der einfach zu bedienende Tempomat sowie das praktisch funktionierende Start-Stopp-System, das neben der Gangwechselempfehlung zum ClearTec-System zählt. Der Lancer rollte auf 18-Zoll-Rädern mit breiten Schluffen durchs Land. Mit sieben Airbags, einschließlich der Kopfairbags für vorn und hinten seitlich sowie des Knie-Airbags auf der Fahrerseite, ABS, Traktionskontrolle und elektronischer Stabilitätskontrolle (MASC) stimmt die Sicherheitsausstattung. Hinsichtlich der Laufruhe, selbst bei hohem Tempo, kann man nur zu der guten Dämmung gratulieren.

Kräftiger Durchzug
Die Sportlimousine wird von einem 1,8-Liter-Turbodieselaggregat mit Common-Rail-Einspritzung befeuert. Es leistet 116 PS (85 kW). Das höchste Drehmoment von stattlichen 300 Newtonmetern wird zwischen 1750 und 2250 Touren abgerufen, deutlichen Vorschub gab es aber bereits ab etwa 1500 Touren - alles vom Fahrer über das serienmäßige und einwandfrei schaltbare Sechsganggetriebe dirigiert. Der Lancer kommt gerade in Überholdistanzen flott aus den Pötten. So legte er im Testschnitt in flotten 5,6 Sekunden den Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h im dritten Gang und in ebenso flotten 9,6 von 80 auf 120 km/h im fünften Gang zurück. Der angegebene 0-auf-100-Sprintwert von 10,2 Sekunden wurde von uns im Testschnitt verfehlt. Auf der Bahn geht die Limousine locker über 190 km/h, angegebene Spitze 193 km/h.
Der Fronttriebler mit ringsum Einzelradaufhängung und fest abgestimmtem Fahrwerk liegt satt auf der Straße und zeigte auf unserer Standard-Kurvenstecke, was er kann: ohne Versatz auch durch schnell angegangene Wechselkurven. Gut gemacht und für uns kurvenfreudig und sicher.
Überraschend waren die Verbrauchswerte. Über längere Distanzen zapfte der Dieselmotor nur 5,2 Liter pro 100 Kilometer aus dem Tank, im Testschnitt 5,6 Liter -  relativ nah am angegebenen Kombiwert von 4,8 Litern. In Verbindung mit dem 59-Liter-Tank heißt das, dass man theoretisch über 1000 Kilometer weit ohne eine Tanke auskommt. Ordentliche Geschichte!
Fazit: Die Sportlimousine Lancer war gut ausgestattet, laufruhig, geräumig und sparsam. Wer lieber einen Benziner haben will: Ein 1,6er mit ähnlicher Motorleistung ist die Alternative. So ist er laut Preisliste für knapp unter 21.000 Euro zu haben. Wer es eine Nummer kleiner haben will: Dafür gibt’s den neuen Space Star.  (presseweller) 

Hinweis für Redaktionen: Fotos (honorarpflichtig) können angefordert werden. 

Die jeweils aktuellen Autotests sind auch im Zeitungsstil in unserem Praxis-Autotest-Report abrufbar sowie weitere Themen rund um Auto und Zweirad. http://www.presseweller.de

Mittwoch, 12. Juni 2013

Gelassen gleiten: Citroen C4 im Praxistest


Ansprechendes Styling, kompakt und viel Platz für die Passagiere, der C4 von Citroen. Der Schalthebel liegt bediengerecht auf der Mittelkonsole.  (Foto: presseweller)

Laufruhige Limousine mit guten Platzverhältnissen


Juni 2013. Siegen (Dialog). In Rot steht er da, genau genommen laut Unterlagen in "Babylone-Rot", der C4 von Citroen. Auch hier detaillierter: Ausführung VTi 120, Ausstattungsversion „Exclusive“. Bereit zum Praxistest über Autobahnen, Landstraßen und im Stadtverkehr, zu Sprintmessungen, flotten Kurvenfahrten und mehr. Die Designer haben gut gearbeitet. Die Karosserie hat Chic. Uns gefällt sie.   

Zuerst einmal Maß und Platz nehmen. Trotz seiner kompakten Außenmaße mit einer Länge und Breite von rund 4,33 mal 1,79 Meter ist der C4 innen ordentlich geräumig. Bei der Vierpersonenbesetzung freuen sich die Hinterbänkler über genügend Beinfreiheit und Bewegungsraum. Man sitzt vorne und hinten auf bequemen Polstern. Der "geradlinige" Kofferraum mit niedriger Ladekante lässt sich gut packen und hat nach Vorgabe ein Fassungsvermögen von  408 Litern. Bei Bedarf lassen sich die  Rücksitzlehnen im Verhältnis zwei Drittel, ein Drittel umlegen. Kompakt, das hat übrigens seine Vorteile bei Parken und Wendigkeit. Wohnlich mit eleganter Anmutung gibt sich der Innenraum. Er ist haptisch ansprechend, Instrumente und Bedienelemente am rechten Platz. Im Testauto haben die Vordersitze noch eine per Knopfdruck bedienbare Lendenwirbelstütze mit Massagefunktion. Mancher wird das bei längeren Strecken zu schätzen wissen. Sehr angenehm: die  zurückhaltende Akustik des Fahrzeugs. Bei Gaspedaldruck gibt's dazu  einen unaufdringlichen sonoren Motorsound. Schön!
Als Sicherheitseinrichtungen sind beispielsweise sechs Airbags, elektronisches Stabilitätsprogramm, ABS, Bremsassistent und Antriebsschlupfregelung bereits bei der Basisversion an Bord, dazu unter anderem elektrisch bedien- und beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorn, Tempomat und Berganfahrhilfe sowie verschiedene Ablage- und Verstaumöglichkeiten, inklusive Becherhaltern.  Der Testkandidat hatte zum Beispiel noch Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, elektronische Einparkhilfe hinten, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Nebelscheinwerfer mit statischem Abbiegelicht, das eTouch-System für Not- und Pannenruf sowie Lokalisierung des Fahrzeugs sowie elektrische Parkbremse. Mittlerweile haben wir die schon häufiger in Testwagen. Wegen uns müsste das aber nicht sein. Ein Sicherheitsmoment und sehr hilfreich ist die „Tote-Winkel-Überwachung“. Eine optische Anzeige meldet, ob ein Fahrzeug im nicht einsehbaren Spiegelbereich neben einem ist.

Gelassenes Fahren
Laufruhe, der Sitzkomfort trotz  fest abgestimmten Fahrwerks, das mit Vorderachse im McPherson-Prinzip und "verformbarem" Querträger hinten für souveräne Straßenlage sorgte, sowie der gut ansprechende Motor ermöglichten gelassenes Fahren auf allen Strecken.  Die 1,6-Liter-Benzinermaschine mit 120 PS (88 kW) war im Testwagen für den Vortrieb zuständig. Das manuelle Fünfganggetriebe ließ sich knackig schalten. Das höchste Drehmoment von 160 Newtonmetern fällt bei 4250 Touren an. Insofern ist wichtig, dass sich der Motor gut hochdrehen lässt. Der fünfte Gang ist relativ lang übersetzt. Das wirkte sich auch bei unserem standardmäßig ermittelten Beschleunigungswert von 80 auf 120 km/h aus: Immerhin rund 19 Sekunden vergingen im Testschnitt. Klar, in der Praxis würde man hier zum Überholen erst in den vierten Gang schalten. Der 60-auf-100 Wert mit 6,9 Sekunden im dritten Gang ging in Ordnung, und beim klassischen Sprint von 0 auf 100 km/h lagen wir etwas oberhalb des Werkswertes von 10,8 Sekunden. Als Spitze sind 193 km/h angegeben. Tachomäßig geht es da leicht an 200 km/h. Angesichts der heutigen Verkehrssituation sind das alles Werte, mit denen man insgesamt sehr zügig unterwegs sein kann, wenn man will. Das zeigte sich auch auf unseren Autobahn-Teststrecken. 
Wir können dem Fronttriebler bescheinigen, dass er bei jedem Tempo und auf den seit Jahren häufiger vorkommenden Holper- und Schlaglochstrecken satt auf der Straße lag.  Er verausgabte sich auch längst nicht bei bewusst schnell angefahrenen Kurven. Auf nasser Straße können bei zu flottem Kurvendrive aber leichte Lastwechselreaktionen auftreten, die sich  stets als leicht beherrschbar zeigten. Ohnehin sind die elektronischen Helferlein an Bord. 
Verbrauchsmäßig wollte der Benziner teilweise 7,1 Liter pro 100 Kilometer haben, im gemischten Testbetrieb im Durchschnitt 7,9. Der Kombiwert ist zwar mit 6,2 Litern angegeben, aber der Testwert ist für uns tolerabel.
Fazit: Der getestete Citroen C4 zeigte sich uns als bequem, ausreichend motorisiert und angenehm laufruhig sowie als kompaktes Fahrzeug mit ordentlichen Platzverhältnissen für die Passagiere.  Andere Benziner- und Dieselaggregate  stehen für den C4 ebenfalls zur Verfügung.  (presseweller)

Hinweis für Redaktionen: Es können verschiedene Fotos (honorarpflichtig) angefordert werden.  
Kürzere und längere Versionen sind ebenfalls möglich. 

Mittwoch, 29. Mai 2013

Nichts Neues: Kraftstoffverbrauch


Bei Schneefahrten und Kälte ist der Verbrauch anders. (Foto: presseweller)


Individuell: Angaben werden immer theoretisch bleiben



29. Mai 2013. Siegen (Dialog/jw). „Autos verbrauchen mehr Kraftstoff, als in den Unterlagen und Datenblättern angegeben ist“, diese nicht neue Erkenntnis hat in diesen Tagen wieder - nach entsprechenden Bewertungen -  ihren Medienauftritt. Ob dazu Untersuchungen notwendig waren, sei einmal dahingestellt. Tatsache ist, dass stets theoretische Werte angegeben wurden und werden. Eine Überlegung hin zu realistischeren Werten, wie auch vorgeschlagen wird, wäre, den seitens der EU abgesegneten Zyklus zu Ermittlung der Daten zu ändern.

Es ist keineswegs neu, dass Kraftfahrzeuge in den meisten Fällen mehr verbrauchen, als in Prospekten und anderem Material angegeben ist. Immerhin wurden die Hersteller bereits vor Jahren verpflichtet, bei allen möglichen Darstellungen Spritverbrauch, CO2-Ausstoß usw. darzustellen. Gegenüber früher hat sich dadurch und daher nach unseren Erfahrungen wenig geändert. Ausgehend vom so genannten Kombi- oder Gesamtwert nach Zyklus ist es auch bei unseren Tests schon immer so, dass dieser Wert in den meisten Fällen überschritten wird – mal mehr, mal weniger. Allerdings gab es auch Ausnahmen. Dabei erreichten wir den Wert oder lagen sogar leicht unterhalb. Wird er überschritten, verwundert das nicht. Schließlich wird der Verbrauch am Prüfstand ermittelt und hat mit der individuellen Praxis nichts zu tun. Das wäre auch so ähnlich, wenn der Verbrauch in tatsächlichen Fahrzyklen ermittelt würde. Die sich dabei ergebenden Werte wären aber sicher praxisnäher, was sicher wünschenswert und zumindest etwas realistischer wäre.

Unseres Erachtens ist ein 100-prozentiger realistischer Wert ohnehin nicht zu erreichen. Schließlich kommt es, wie auch beim Heizmittelverbrauch in Wohnung oder Haus, zu einem bestimmenden Teil auf das individuelle Verhalten an. Dabei spielen beim Kfz neben Tempo, Beschleunigung, Schaltvorgängen, Ausrollverhalten bei Gefälle, Abstellverhalten bei längeren Halts und Fahrstrecke wie mehr Kurzstrecken- statt Langstreckenverkehr ebenfalls das Gewicht – nur Fahrer oder voll besetzt, Gepäck – sowie Zeit der Nutzung von Klimaanlage und Stromverbrauchern, Kälte, Schneefahrbahnen, Reien und und -druck, wichtige Rollen. Das heißt, dass neben den gewissen in einem wie auch immer gearteten Prüfverfahren ermittelten Grundwerten das individuelle Fahrverhalten letztlich ausschlaggebend für den Mehr- oder Minderverbrauch ist. So wird auch mancher, wenn er auf einem nicht tempolimitierten, einem einmal baustellen- und staufreien Autobahnstück fährt, gern auch einmal nicht nur mit 80 oder 120 km/h unterwegs sein wollen und den Mehrverbrauch inkauf nehmen. Schließlich handelt es sich in nahezu allen Bereichen, in denen Verbrauchswert oder Nutzungsdauer angegeben wird, für den Verbraucher um

Vergleichswerte. So wird es wohl auch bei Kraftfahrzeugen sein.

Dienstag, 21. Mai 2013

Auto-Praxistest: Handlich-wendig – Nissan Juke






Weiche Rundungen, kurze Überhänge und ein insgesamt nicht alltägliches Styling: Der Juke, hier in der Version Tekna,  sieht pfiffig aus und lässt sich locker fahren. Foto: Jürgen Weller


Kompakter SUV, Version 1,6 DIG-T mit Allrad und Automatik


21. Mai 2013. Siegen (Dialog/jw). Nach Herstellerangaben ist der Juke, ein Kompakt-SUV oder „Crossover“,  das  zweitbeliebteste Modell von Nissan auf dem europäischen Markt. Bei uns stand zum Praxistest der 1,6 DIG-T, Ausstattungsversion Tekna, auf der Matte. Seine pfiffige Form  mit weich-wulstigen Rundungen und abfallender Dachlinie hebt ihn von der Masse ab. Von der Turbo-Motorisierung her versprach der Kandidat einen kraftvollen Auftritt.

„Ist das ein Zweitürer?“ fragten manche beim Anschauen und waren verblüfft, als wir „Fünftürer“ antworteten. Die seitlichen Hintertüren sind so geschickt in die Karosserie eingearbeitet, dass man sie nicht auf Anhieb erkennt und mit dem Gesamtstyling dazu beiträgt, dass der Juke nicht alltäglich aussieht. Mit den Maßen von gut 4,13 Meter Länge und und über 1,76 Breite ist der SUV kompakt geschneidert und zeigte sich, auch im Stadtverkehr, als wendig und mit gutem Handling. Der Innenraum, einschließlich der Beinfreiheit auf den Rücksitzen, geht in Anbetracht der Außenmaße in Ordnung. Das Interieur des Tekna mit  feinen dunkelgrauen Bezügen und teils mit Chromblenden  wirkte auf uns wohnlich-elegant. Mit übersichtlich angeordneten Instrumenten und gut platzierten Schaltern ließ er sich einfach bedienen und locker fahren.  Das eben zugängliche Ladeabteil packt in der Normalversion nach Norm zwischen 251 und – bei umgelegten Rücksitzlehnen – bis  550 Liter bei Normalbeladung, in der 4x4-Version 506 Liter. Praktisch: Die Rücksitzlehnen lassen sich spielend leicht umklappen, sodass sich eine ebene Ladefläche ergibt. Die Geräuschkulisse ist zurückhaltend. 
   Je zwei Front- und vordere Seitenairbags sowie Kopfairbags, elektronisches Stabilitätsprogramm, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung,  elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Becherhalter, Mittelkonsole sowie eine Radio-CD-Kombination: Dies und anderes gehören zur Basisausstattung. Die gefahrene Tekna-Version bot weitere Annehmlichkeiten, beispielswieise Tempomat, Klimaautomatik,  Navi und Rückfahrkamera. 

Zügig unterwegs

Im 1,6 DIG-T Tekna besorgt ein 1,6er-Benzinmotor mit Turboaufladung und einer Leistung von 190 PS (140 kW) den kraftvollen Vorschub.  Das höchste Drehmoment von 240 Newtonmetern liegt in einem weiten Bereich zwischen 2000 bis 5600 Umdrehungen an. Die auch manuell schaltbare Sechsgangautomatik mit sanften Übergängen und zuschaltbarer Vierradantrieb sind ebenfalls Teil dieser Juke-Version. Das alles steht auch für gelassenes und zügiges Fahren. Den 0-auf-100 Spurt erledigten wir im Testmittel mit 8,8 Sekunden knapp oberhalb des Werkswertes von 8,4 Sekunden, von 60 auf  100 km/h stürmte der Juke auf Gangstufe 3 in nur gut fünf Sekunden, und von 80 auf 120 km/h in der fünften Stufe reichten weniger als zehn Sekunden. Die angegebene Spitze von 200 km/h konnten wir locker erreichen.
Der Turbomotor wollte mit je nach Fahrstecke ab etwa 7,7 Litern pro 100 Kilometer bedient werden. Im Testgesamtschnitt lagen wir mit rund 10,7 Litern deutlich über dem angegebenen Gesamtwert von 7,4 Litern.
Der Nissan lag ruhig und sicher auf der Bahn und ließ sich  zügig durch Kurven treiben, ob im Frontantriebs- oder im Allradmodus – für uns ein souveränes Fahrverhalten.
Fazit: Der Juke-Testwagen ließ sich locker fahren, zeigte sich mit kräftigem Antritt und guter Verarbeitung.  Es stehen verschiedene Versionen und  Motorisierungen, inklusive Diesel, zur Auswahl.

Bei Fotowünschen bitte anfragen über http://www.presseweller.de

Samstag, 11. Mai 2013

Schilder? Was soll's!


 
Verkehrsschilder werden längst nicht immer beachtet, ob Durchfahrtsverbot. Tempo-Begrenzung oder anderes. (Foto: presseweller)

Manches bleibt im Straßenverkehr ohne Beachtung


Mai 2013. Deutschland (Dialog/jw). Auf unseren landesweiten Testfahrten, aber auch vor Ort und in der Region fallen immer wieder Unzulänglichkeiten im Straßenverkehr auf. Bei manchen Kfz-Lenkern scheinen Schilder unbemerkt zu bleiben. Das gilt für Tempobegrenzungen wie für Durchfahrtverbote. Aber auch sonst liegt hier und da einiges im Argen. 
Angesichts der vielen Fahrschulstunden, die bei manchen über 20 hinausgehen und kaum vergleichbar mit den in den 60er-Jahren sind, als teils noch maximal zwölf genügten, sollte man meinen, alle wären auf dem aktuellen Stand. So werden die Nachlässigkeiten im Straßenverkehr wohl auch weniger darauf, als mehr auf Oberflächlichkeit oder das "Nichtdaranhalten" zurückzuführen sein. Ein paar Beispiele. 

Autobahnbaustelle, Tempo 60. Der LKW hängt fast an der Stoßstange. Dem Fahrer geht’s wohl zu langsam. Er unterstreicht seinen Vorwärtsdrang noch durch Hupen. Bei der Tempo-80-Beschilderung auf de Autobahn wegen "Fahrbahnschäden" geht der Reisebus gleich auf Überholspur. Schließlich weist ihn auch ein „Tempo-100-Schild“ aus. Na also! Insgesamt halten sich bei unserer Fahrt nur wenige an die 60-Begrenzung, bei 80, ob in Baustellen oder auf freier Bahn, sieht es ähnlich aus. Bei anderen Tempobegrenzungen auf der Autobahn ist die Einschränkung für den Auto- und Motorradfahrer teils auch kaum nachvollziehbar, wie zum Beispiel im rot-grün regierten Bremen die 120-Regelung. Andere generelle Begrenzungen, zum Beispiel nur tagsüber, wohl für starken Verkehr gedacht, sind nicht verkehrsbezogen. Das heißt, dass man auch bei Verkehrsflaute langsam fahren muss.Klar, die Beschilderung hat trotzdem Gültigkeit, auch wenn die so genannte "automatische" Hinweisbeschilderung noch eine Tempoeinschränkung bei Nässe meldet, obwohl die Straße längst wieder trocken ist. Solche Unzulänglichkeiten wird man hinnnehmen müssen. 
Tempo-30-Zonen in Wohngebieten übersehen manche ebenfalls, schließlich hat man's eilig. Das gilt leider auch im Bereich von Kindergärten und Schulen, nicht selten sind die Eltern selbst nicht unbeteiligt, obwohl sie sicher im Vorhinein für eine Tempobegrenzung zum Schutze der Kinder plädiert hätten.
Steht das Schild „Durchfahrt verboten“ an einer Verbindungsstraße, und ist man ortskundig, scheint es für die einen und anderen das Schild gar nicht zu geben. Schließlich spart man sich durch die direkte Verbindung einen Umweg. Geht schneller so. Interessanterweise ist solches Verhalten ebenfalls auch bei Kindergärten und anderen frequentierten Einrichtungen täglich zigmal zu sehen: kurze Querverbindung nutzen. Beschilderung? Was soll's! Dabei muss es in einigen Fällen auch noch recht schnell durchgehen, obwohl im 30er-Zonen-Gebiet. Anliegerstraßen werden so zu stark frequentierten Durchgangsstraßen, die Beschilderungen zum Witz, zumal kaum kontrolliert wird – eben anders als beim Parken in der Stadt, wo die "Ordnungskräfte zur Überwachung des ruhenden Verkehrs" ständig schauen, ob jemand den Parkautomaten nicht bedient oder die Zeit überzogen hat.

Blinken und Parken

Beim Blinken hat sich nach unserer vergangenen Umschau bis heute nicht viel geändert. Ob beim Abbiegen oder Anhalten, der Auffahrt auf den straßenseitigen Parkstreifen oder bei der Kreiselausfahrt: Der leichte Fingerklick auf den Blinkerhebel scheint so manchen zu mühsam zu sein oder wird schlicht vergessen. Es wird kaum bedacht, dass es durch das Nichtblinken zu kritischen Situationen kommen kann.
Parken bleibt ebenfalls ein Thema. Mal abgesehen von kosten- oder seltener parkscheibenpflichtigen Parkplätzen und -streifen, nehmen es einige Autofahrer nicht so genau, wo sie parken. Deshalb sind wohl Autos in Kurven und auch noch auf engen Straßen, direkt hinter oder vor Ampeln, direkt an der Einmündung einer anderen Straße oder knapp dahinter abgestellt, manchmal parkt man trotz enger Straße gegenüber einer Einfahrt oder Garage, und seltener wird auch der Behindertenparkplatz mal genutzt, weil man ja nur schnell etwas erledigen will. Wenn auch solches Parkverhalten wie vor von anderen Autofahrern meist noch hinnehmbar ist, erfordert es für sie dennoch Umsicht. Und gerade bei Behindertenparkplätzen ist es so, dass Menschen mit Behinderungen diese Plätze und vor allem auch Bewegungsraum brauchen, um gegebenenfalls Gehwagen oder Rolli ausladen zu können.  
Diese Hinweise heißen aber nicht, dass man sich nicht auch selbst hier und da dabei erwischt, das Gaspedal nicht rechtzeitig gelupft oder  besser woanders geparkt zu haben. 

Mittwoch, 27. März 2013

Im Praxistest: Hyundai i30 cw




Pfiffig gestylt, der i30 cw, die Kombilimousine von Hyundai. Für Passagiere und Gepäck gibt’s viel Platz, das Interieur ist wohnlich.                                                        (Foto: presseweller)

 Der geräumige Kombi konnte überzeugen

 27. März 2013. Siegen (Dialog). Ein attraktives Styling hat Hyundai dem i30 cw, der Kombiversion, mit auf den Weg gegeben. Testkandidat war die Dieselversion 1,6 CRDi in der Ausstattungsvariante „Style“ mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Das Auto hat Pfiff, ist  geräumig und antrittsstark.

Mit ansprechender Linienführung und wohnlich gestalteten Innenraum weckte der Kombi Sympathie. Die Platzverhältnisse im knapp 4,49 Meter langen und 1,78 breiten Hyundai sind vorne und auf der Rückbank gut, das eben zugängliche  Ladeabteil fasst nach Norm satte 528 Liter und lässt sich durch Umlegen der Sitze bis auf 1642 Liter vergrößern. Das ist ordentlich.  Die Instrumentenanzeigen liegen gut im Blick Ganz zurückhaltend gibt sich die Akustik. Der Diesel ist nur kaum wahrnehmbar, und auch Wind- und Fahrgeräusche werden gut ausgebremst. Bereits in der Basisversion sind in Sachen Sicherheit beispielsweise sechs Airbags und elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Traktionskontrolle und Bremsassistent an Bord. Zum Komfort tragen unter anderem Klimaanlage, Becher- und Flaschenhalter, Bordcomputer und CD-Radio bei. Der Testwagen, Version Style, punktete auch mit Sitzheizung, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, schlüsselloser Bedienung – bei Annäherung ans Auto klappen bei entsprechender Einstellung schon einmal die Außenspiegel aus -, Start-Stopp-Knopf, Tempomat – immer wieder praktisch bei den mittlerweile vielen Tempobegrenzungen auf der Autobahn -, Einparkhilfe, zusätzlichem Knie-Airbag auf der Fahrerseite und vielem mehr. So konnten wir gelassen und komfortabel den Test angehen.

Flott „in Fahrt“
Der Kandidat kam mit dem modernen 1,6-Liter-Dieselaggregat, Leistung 128 PS (94 kW), gut zurecht. Das Sechsganggetriebe lässt sich locker schalten. Das höchste Drehmoment von 260 Newtonmetern kommt zwischen 1900 und 2750 Touren zur Sache und sorgt so auch in Überholdistanzen für ordentliche Beschleunigung: Im Schnitt unserer Testreihen preschte der Kombi im dritten Gang in nur 5,6 Sekunden von 60 auf 100 km/h, und in nur 10,4 Sekunden im fünften Gang  von 80 auf 120 km/h. Obligatorisch, der 0-auf-100-Sprint: In 10,4 Sekunden abgehakt, Werksangabe 11,2 Sekunden. Als Spitze sind 193 km/h angegeben. In Sachen Verbrauch ging es mit dem winterbereiften i30 cw auch mal mit 5,5 Litern pro 100 Kilometer aus, aber insgesamt  wollte der  i30 cw  6,8 Liter haben, über dem angegeben Norm-Kombiwert von 4,5 Litern. Kälte und Kurzstreckenfahrten werden dabei auch eine Rolle gespielt haben. 
Der fahrwerksmäßig fest abgestimmte Fronttriebler, ringsum Einzelradaufhängung und Stabis sowie neben den anderen Helfern auch mit fahrdynamischem Stabilitätsmanagement-System bestückt, zeigte sich kurvenwillig. Es machte geradezu Spaß, kurvenreiche Landstraßen unter die Räder zu nehmen. Kurz, er ließ  sich ausgesprochen flott durch Kurven treiben und neigte selbst auf nassem Untergrund und bei provozierten Lastwechseln kaum zum Verschieben. Auch bei Tempo auf der Bahn zeigte er eine souveräne Lage, wobei bei kurz folgenden Bodenwellen ein leichtes Stuckern auftrat. Insgesamt vermittelte er ein sehr sicheres Fahrgefühl.
Fazit: Der Hyundai i30 cw/Kombi 1,6 CRDi Style punktete mit Laufruhe, guten Platzverhältnissen, flottem Antritt und sehr sicher wirkendem Fahrverhalten. Bei Vergleichen sind auch der Preis und die langjährige Garantie ins Kalkül zu ziehen. Es stehen verschiedene Benziner- und Diesel-Motorisierungen und Ausstattungsversionen zur Wahl. (presseweller)

Fotos: Bei Print- oder Webabdrucken bitte über die Webseite presseweller.de anfragen.
Auto-Notizen allgemein auch auf http://www.presseweller.de